Erstellt am 10. November 2011, 10:03

Mehrheit befürchtet höhere Lebenshaltungskosten. Gut vier Fünftel der Österreicher befürchten, dass die Preise für Ausgaben des täglichen Bedarfs in den kommenden Monaten deutlich steigen werden.

Das ist das Ergebnis einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Linzer "market"-Instituts. Dennoch blickt eine Mehrheit von 55 Prozent optimistisch in die Zukunft, nur ein Viertel zeigt sich pessimistisch.

Grundsätzlich sind junge Leute und Frauen besser gestimmt als Ältere und Männer. Auch im Bundesländervergleich gibt es deutliche Unterschiede in der Grundstimmung: Während im Westen (Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg) nur rund 18 Prozent pessimistisch sind, gibt es im Süden deutlich mehr Schwarzseher. In Kärnten und der Steiermark machen sie 46 Prozent aus. Neben der Teuerung im täglichen Leben bereitet den Österreichern vor allem die Sicherheit der Pensionen Sorgen (62 Prozent). Dass es wegen der Probleme in der Euro-Zone zu Verlusten von Spareinlagen kommen könnte, verursacht 37 Prozent Kopfzerbrechen, gleich viele sorgen sich darum, dass die Energiekosten noch weiter ansteigen könnten.

Ein Viertel hält es für möglich, dass auch österreichische Banken in die Finanzkrise schlittern. Dass es in der breiten Bevölkerung in den kommenden Monaten zu starken Einkommensverlusten kommen, oder dass es auch in Österreich soziale Unruhen geben könnte, befürchten jeweils 17 Prozent.

"market" befragte am 19. und 20. Oktober 606 Personen online zum allgemeinen Optimismus bzw. Pessimismus. Zu den Zukunftssorgen wurden vom 15. bis 31. Oktober 500 Probanden persönlich interviewt. Die Teilnehmer wurden repräsentativ für die Bevölkerung über 16 (online) bzw. 15 Jahre (Face-to-face) ausgewählt.