Erstellt am 17. Juni 2011, 14:10

Meinl Bank und Atrium begraben Kriegsbeil. Die Meinl Bank und die Immobiliengesellschaft Atrium (ehemals Meinl European Land, MEL) begraben nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten das Kriegsbeil.

Die Meinl Bank und die Immobiliengesellschaft Atrium (ehemals Meinl European Land, MEL) begraben nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten das Kriegsbeil. Eine entsprechende Vereinbarung sieht vor, dass alle Klagen "zur Gänze und endgültig" zurückgezogen werden, teilte die Bank am Freitag mit. Beide Parteien verzichten auf "jegliche zuvor eingebrachten Forderungen gegen die andere Partei", heißt es.

Meinl Bank und die Immo-Gesellschaft haben einander mit Milliardenklagen eingedeckt und kämpften darüber hinaus an zahlreichen juristischen Nebenfronten. Die Bank ist außerdem mit zahlreichen Klagen von Kleinanlegern konfrontiert, die mit MEL-Papieren Geld verloren haben.

Die nun geschlossene Vereinbarung sieht weiters vor, dass die Beilegung der Rechtsstreitigkeiten ohne gegenseitige Zahlungen - etwa Schadenersatz - erfolgt. Für die jeweiligen Anwaltskosten und Co. kommen die Streitparteien also selbst auf.

Die Meinl Bank und Atrium haben sich zudem darauf geeinigt, "auf Verpflichtungen zur Schad- und Klagsloshaltung aus bestehenden Vereinbarungen oder anderen Rechtsgründen durch die jeweils andere Partei zu verzichten."

Überhaupt werden sämtliche noch bestehende Geschäftsverbindungen zwischen den beiden einst eng miteinander verstrickten Unternehmen aufgelöst. So wird die Meinl Bank auch ihre Funktion als Treuhänderin bei den Atrium-Anleihen zurücklegen. Anfang des Jahres war um einen Atrium-Bond ein skurriler Streit entbrannt.

"Die im Settlement-Agreement getroffenen Vereinbarungen und Verpflichtungen werden in den kommenden Monaten umgesetzt werden", so die Meinl Bank. Spätestens mit Ende Jänner 2012 sollen alle Schritte abgeschlossen und die Einigung in letzter Instanz rechtskräftig werden.