Erstellt am 29. Oktober 2013, 06:01

Metaller bekommen um 2,5 bis 3,2 Prozent mehr Lohn. Der Streik bei den Metallern ist vom Tisch. Die Beschäftigten der Maschinen- und Metallbauindustrie erhalten mit 1. November im Schnitt um 2,8 Prozent mehr Lohn und Gehalt.

Die gesamte Bandbreite der Erhöhung reicht von 2,5 bis 3,2 Prozent, letzteres gilt für die niedrigsten Einkommen. Der Mindestlohn steigt auf 1.688 Euro. Änderungen bei der Arbeitszeit gibt es vorerst nicht. Dem Kompromiss war eine Streikdrohung voraus gegangen, diese hat sich nun erübrigt. Hätte es keine Einigung gegeben, hätten die rund 120.000 Beschäftigten des Fachverbandes Dienstagfrüh die Arbeit niedergelegt. Zur Einigung waren fünf Verhandlungsrunden erforderlich.

Vertretbarer Kompromiss

Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter betonten rückblickend, dass der Montagnacht gefundene Kompromiss in der Maschinen- und Metallwarenindustrie für beide Seiten gerade noch vertretbar sei. Die Verhandlungsführer auf Arbeitnehmerseite, Rainer Wimmer (Pro-Ge) und Karl Proyer (GPA), zeigten sich über einen Abschluss deutlich über der Inflationsrate erfreut - und dass es gelungen war, das Arbeitszeitthema einmal mehr aus dem Kollektivvertrag auszuklammern.

Arbeitgeber-Chefverhandler Veit Schmid-Schmidsfelden wiederum betonte, dass nun das "Zeitkonto" bis zum 30. Juni 2014 in weiteren Gesprächen geklärt wird. Sollte, wie schon in den vergangenen Jahren, keine Einigung auf flexiblere Arbeitszeitmodelle erzielt werden, werde das Auswirkungen auf die nächstjährigen Kollektivvertrags-Verhandlungen haben, so Fachverbandsobmann Christian Knill.

Gewerkschaften bewiesen "hohe Verantwortung"

"Mit dem gestrigen Abschluss haben die Gewerkschaften hohe Verantwortung bewiesen", so ÖGB-Präsident Foglar. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), meinte: "Damit sollte es möglich sein, den besonderen Rahmenbedingungen der Branchen im internationalen Wettbewerb Rechnung zu tragen und vor allem heimische Arbeitsplätze zu sichern."

WKÖ-Präsident Leitl sprach von einem "Sieg der Vernunft". "Mit dem Abschluss in einer Bandbreite von 2,5 bis 3,2 Prozent Lohnerhöhung wurde ein Kompromiss erzielt, welcher die Konkurrenzfähigkeit der Betriebe nicht in Frage stellt", so Leitl.