Erstellt am 22. September 2011, 15:57

Metaller-Lohnrunde - Gewerkschaften: Haben Industrie Kosten gespart. Die Gewerkschaften erinnerten am Donnerstag bei der Forderungsübergabe für die Metallindustrie an die Entwicklung der Lohnstückkosten in Österreich im Jahr 2011 und an die prognostizierten Daten des Wifo für 2012.

Im Vorjahr legte die Stundenproduktivität in der Sachgütererzeugung um 6,2 Prozent zu, die Lohnstückkosten gingen um 3,9 Prozent zurück. Für das kommende Jahr wird eine Erhöhung der Stundenproduktivität von 5,4 Prozent erwartet, die Lohnstückkosten sollen um 1,9 Prozent sinken.

Weiters rechneten sie vor, dass die Kapitalstruktur der Metallindustrie hervorragend sei - schließlich könnten von einer Eigenkapitalquote von 33,1 Prozent viele Betriebe nur träumen. Ganz zu schweigen von den Jahresüberschüssen, die 2010 gegenüber 2009 um 57 Prozent gestiegen sein sollen.

Wie es aus Gewerkschaftskreisen  am Donnerstag hieß, geht es den Arbeitnehmern nicht nur um eine saftige Lohnerhöhung, sie wollen auch Verbesserungen bei den Rahmenbedingungen. So soll der 31. Dezember prinzipiell ein freier Tag bei voller Bezahlung sein. Weites soll eine Mindestvergütung bei Rufbereitschaft festgeschrieben werden und es zu einer Verbesserung der Abgeltung der Reisezeiten außerhalb der Normalarbeitszeit kommen.