Erstellt am 23. September 2013, 14:18

Metaller-Lohnrunde startet mit größtem Verband. Am Dienstag startet der Fachverband der Maschinen- und Metallwarenindustrie die Kollektivvertragsverhandlungen für seine 120.000 Beschäftigten.

Traditionell läuten die Metaller die Herbstlohnrunde ein, bis vor zwei Jahren mit gemeinsamen Verhandlungen mit allen sechs Fachverbänden. Seit dem Vorjahr wird - zum Ärger der Gewerkschaften - getrennt mit jeden Verband verhandelt. Als Basis für das Feilschen gehen die Industriellen von einer Inflationsrate von 2,1 Prozent aus, die Arbeitnehmer von 2,4 Prozent. Streitpunkt ist einmal mehr die Arbeitszeit, hier hätte die Industrie gerne längere Durchrechnungszeiträume. Für die Industrie würde dies die Arbeit bedarfsorientierter machen, für die Gewerkschaften ist es ein Anschlag auf die Überstundenzuschläge.

Im Vorjahr bleib das Thema Arbeitszeit großteils ausgespart, nach vier Verhandlungsrunden einigten sich beide Seiten auf eine Ist-Lohnerhöhung von bis zu 3,3 Prozent (bei einer Inflationsrate von 2,8 Prozent). Die Verhandlungen beginnen am Dienstag um 11:00 Uhr traditionell in der Wirtschaftskammer Österreich, eine Einigung in der ersten Runde gilt als ausgeschlossen.