Erstellt am 30. Oktober 2012, 20:56

Metaller-Lohnrunde unter Dach und Fach. Die Kollektivvertragsverhandlungen für die 180.000 Beschäftigten der Metallindustrie sind abgeschlossen.

Durch die Bank gab es für alle sechs Fachverbände Lohnsteigerungen zwischen 3,0 bis 3,4 Prozent - bei einer für heuer prognostizierten Inflationsrate von 2,3 Prozent. Als Letzter Fachverband hat am Dienstag Bergbau-Stahl (17.000 Beschäftigte) abgeschlossen. Das Ergebnis gilt ab 1. November 2012: Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter steigen um 3,3% bis 3,4%. Die Istlöhne werden ab dem 1. November 2012 um 3,0% bis 3,3% angehoben. Darüber hinaus wurde die Einrichtung eines "Stabilisierungsforums" vereinbart, in dem beide Seiten darüber reden wollen, wie sie schwankenden Auftragseingänge durch "intelligente Arbeitszeitmodelle" auffangen können, wie der Fachverband in den Abendstunden erklärte. Bis zu den KV-Verhandlungen 2013 sollten Ergebnisse aus dem Forum vorliegen.

Auf Druck der Industrie hatten heuer erstmals seit Jahrzehnten getrennte Gespräche der Fachverbände stattgefunden. Den Gewerkschaften sei es trotzdem gelungen, einheitliche Abschlüsse zu erreichen, erklärten die Gewerkschaften nach Beendigung der Runde (3,3 bis 3,0 Prozent bei den Ist- und 3,4 bis 3,3 Prozent bei den Mindestlöhnen). Die Abschlüsse liegen deutlich über der für heuer erwarteten Inflationsrate von 2,3 Prozent, aber wegen der Konjunkturaussichten deutlich unter den Abschlüssen des Vorjahres.

Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Proyer (GPA-djp) argumentierten erneut gegen die getrennten Verhandlungsrunden und bezeichneten diese als wenig effizient - das müssten nun auch die Arbeitgeber erkannt haben.