Erstellt am 13. Oktober 2011, 12:29

Metaller streiken - Lohnstreit eskaliert. Der Lohnstreit in der heimischen Metallindustrie eskaliert: Nach dem Abbruch der zweiten KV-Runde für rund 170.000 Metallbeschäftigte macht die Gewerkschaft heute mit ihren Drohungen ernst. In der Metallindustrie wird gestreikt. Gegen Mittag hat es bereits in mehr als 150 Unternehmen Warnstreiks oder Betriebsversammlungen gegeben, berichtet Angestellten-Verhandler Karl Proyer (GPA-djp).

Der Lohnstreit in der heimischen Metallindustrie eskaliert: Nach dem Abbruch der zweiten KV-Runde für rund 170.000 Metallbeschäftigte macht die Gewerkschaft heute mit ihren Drohungen ernst. In der Metallindustrie wird gestreikt. Gegen Mittag hat es bereits in mehr als 150 Unternehmen Warnstreiks oder Betriebsversammlungen gegeben, berichtet Angestellten-Verhandler Karl Proyer (GPA-djp) der APA.

Auch für morgen sind weitere Warnstreiks geplant. In einigen "ausgewählten Betrieben" werden diese aber in befristete Streiks bis Ende der Schicht übergehen, kündigte Metaller-Chef Rainer Wimmer (Pro-Ge) an. Mit den Kampfmaßnahmen habe man "voll ins Schwarze getroffen" sagte Gewerkschafter Wimmer zur APA. Die Stimmung in den Betrieben sei gut, stündlich beteiligen sich mehr Unternehmen an den Aktionen.

Die Forderung der Metaller nach 5,5 Prozent mehr Lohn begründet Wimmer zum wiederholten Mal mit den guten Unternehmensergebnissen der vergangenen 16 Monate. Die Gehälter der Manager wurden stark erhöht, 90 Prozent der Gewinne wurden ausgeschüttet. "Davon wollen die Beschäftigen auch etwas haben", sagte Wimmer. Das letzte Angebot der Arbeitgeber von 3,65 Prozent plus 200 Euro wurde von der Gewerkschaft abgelehnt. Denn das bringe netto nur 40 Euro.

Betroffen von den Warnstreiks sind laut Gewerkschaftsinformationen unter anderem Andritz, General Motors, MAN/Steyr und voestalpine. Vor der Buntmetall in Amstetten wird es morgen, Freitag, ab 7:00 Uhr Kundgebungen geben. Buntmetall-Geschäftsführer ist Alfred Hintringer, der gemeinsam mit Christoph Hinteregger für die Arbeitgeber verhandelt.

Am Mittwochnachmittag ist die zweite Metaller-KV-Runde ohne Ergebnis abgebrochen worden. Die Arbeitnehmer hatten zuletzt eine Lohnerhöhung um 5,5 Prozent gefordert, inwieweit sie hier nachgegeben haben, wurde von ihnen nicht verraten. Aber: "Alles, was unter 4,5 Prozent ist, ist nicht akzeptabel", hieß es aus Gewerkschaftskreisen. Laut Arbeitgebern hat sich die Arbeitnehmerseite "null bewegt", während die Industrie weit entgegen gekommen ist. "Wir sind Tag und Nacht zu Verhandlungen bereit, auch über das Wochenende", betonte Gewerkschafter Wimmer.