Erstellt am 16. Oktober 2011, 14:46

Metaller-Verhandler treffen sich doch am Sonntag. Gegen 14.00 Uhr starteten am Sonntag die "Sondierungsgespräche" zwischen den Arbeitgebern und der Belegschaft der Metallindustrie über die Kollektivvertragslöhne des Jahres 2012.

 Fix mit dabei sind jeweils die beiden Verhandlungsführer - Christoph Hinteregger sowie Alfred Hintringer auf Arbeitgeberseite und Rainer Wimmer sowie Karl Proyer auf Gewerkschaftsseite.

Viel mehr wollten beide Seiten auf Nachfrage der APA nicht sagen. Auch der Ort des Treffens blieb unter dem Mantel der Verschwiegenheit. Nur soviel: Es geht nicht um den Start der dritten Verhandlungsrunde noch heute Abend, sondern um die Vereinbarung eines neuen Termins in der kommenden Woche. Ursprünglich war der kommende Donnerstag, der 20. Oktober, als dritter Einigungsversuch vorgesehen gewesen.

Wie lange der Gesprächstermin dauert, ob Experten oder Vermittler zugezogen werden - gestern hatten sich ÖGB-Präsident Foglar und Wirtschaftskammerpräsident Leitl eingeschaltet und in den Abendstunden den heutigen Verhandlungstermin auf den Weg gebracht - und ob mit den Gesprächen auch jene Warnstreiks ausgesetzt sind, die für die heutigen Nachtschichten angedroht wurden, blieb bis zum frühen Sonntagnachmittag offen.

Dem heutigen Treffen waren hektische Gespräche auf Arbeitgeberseite vorhergegangen. Eine mehrmals angekündigte Stellungnahme wurde dann letztendlich am Samstag kurz vor Mitternacht über die Wirtschaftskammer verbreitet. Auf Wunsch der Sozialpartner-Präsidenten würden Gespräche aufgenommen mit dem Ziel, Lösungsansätze zur Bereinigung des Konflikts auszuloten, wurde mitgeteilt.

Am Rande der neuen Entwicklungen hat sich Sozialminister Hundstorfer für "vernünftige Lohnerhöhungen" ausgesprochen. Er setzt aber offenbar auf einen Dialog: Man müsse die Zeit für Verhandlungen nutzen, sagte er im Gespräch mit der "Presse am Sonntag".

Innenministerin und ÖAAB-Chefin Mikl-Leitner fordert die Sozialpartner auf, sich an den Verhandlungstisch zu setzen. "Ein Streik hat nie ein Problem gelöst", so Mikl-Leitner in der Tiroler Tageszeitung. Zurückhaltend zeigt sie sich zu den Gewerkschaftsforderungen: "Die Arbeitnehmer sollen in guten Jahren partizipieren, doch es liegt eine Rezession vor uns."