Erstellt am 17. Oktober 2011, 15:25

Metaller wollen weiter 5,5 Prozent Lohnplus. Mit leichter Verzögerung hat am Montagnachmittag die dritte Verhandlungsrunde der Metallindustrie zum Kollektivvertrag 2012 begonnen. Vor Gesprächsbeginn um 14:30 Uhr gab sich Arbeitnehmer-Chefverhandler Rainer Wimmer (Pro-Ge) unnachgiebig. Er wiederholte die bisherige Forderung nach 5,5 Prozent mehr Lohn.

Arbeitgeber-Chefverhandler Christoph Hinteregger war um ein konsensuales Klima bemüht, man werde nun mal schauen welche Annäherung es gibt, er geht wie Wimmer von einer Verhandlung bis spät in die Nacht aus. Dass sich die Arbeitgeber entgegen ursprünglichen Plänen nun doch schon heute und nicht erst am Donnerstag für weitere Lohnverhandlungen getroffen haben begründet er mit dem konstruktiven Klima beim gestrigen Sondierungsgespräch im Wiener Hotel Intercontinental zwischen den Spitzenverhandlern.

Wimmer stellte klar, dass die Warnstreiks vom Freitag vergangener Woche nur ausgesetzt sind und jederzeit wieder aufgenommen werden können. Ob dies heißt, dass es bei einem Scheitern der heutigen Verhandlungsrunde morgen automatisch wieder Streiks gibt, wollte Wimmer aber so nicht bestätigen.

Zuletzt waren am Mittwoch die Gespräche von der Arbeitnehmerseite unterbrochen worden, da ihnen das Angebot der Arbeitgeber (plus 3,65 Prozent mehr Lohn und eine Einmahlzahlung von 200 Euro) nicht reichte. Sie forderten 5,5 Prozent mehr Lohn.