Erstellt am 08. April 2013, 14:26

Mieter und Hausbesitzer dominieren in Österreich. In der Debatte der Regierungsparteien zum Thema leistbares Wohnen gehen derzeit die Wogen hoch - immerhin absorbieren die Kosten für die Miete oder Anschaffung eines Wohnsitzes in der Wählerschaft einen Gutteil der verfügbaren Einkommen.

Österreich ist ein Land der Hauptmieter (1,47 Millionen) und Hauseigentümer (1,45 Millionen). Insgesamt gibt es 3,7 Mio. Hauptwohnsitzwohnungen bzw. -häuser. Wohnungseigentümer sind in der Minderheit (379.200), wie aus den neuesten Daten der Statistik Austria für 2012 hervorgeht. Die Zahl geförderter Mietwohnungen (Gemeinde- und Genossenschaftswohnungen inklusive Wohnungen gemeinnütziger Bauvereinigungen) nimmt mit rund 877.600 einen breiten Raum ein - zu den 279.900 Gemeindewohnungen addieren sich 597.700 Genossenschaftswohnungen (inklusive Mietwohnungen gemeinnütziger Bauvereinigungen).

Daneben gibt es rund 597.100 normale Hauptmietwohnungen. Davon ist wiederum fast die Hälfte durch das sogenannte Richtwertmietsystem geschützt. Von den rund 300.000 Richtwert-Mietwohnungen befinden sich etwa 220.000 in Wien.

Die Wohnsituation der Österreicher ist seit Jahren stabil: "Es ändert sich nicht allzu viel", sagte Wilhelm Janik von der Statistik Austria, Fachabteilung Gebäude- und Wohnbaustatistik. Der Anteil der Hauptmieter und der Hauseigentümer pendle jeweils um die 40 Prozent. Die Wohnungseigentümer stellten "immer etwas über 10 Prozent", und die restlichen zehn Prozent entfielen auf Untermieter und sonstige Rechtsverhältnisse wie etwa Verwandte, die Wohnungen unentgeltlich nutzten.

Der Preis für herkömmliche (nicht geförderte) Hauptmietwohnungen stieg 2012 im Jahresdurchschnitt gegenüber 2011 von 504 auf 527 Euro pro Monat (inklusive Betriebskosten und Steuern, ohne Garagenkosten), das waren 7,37 Euro pro Quadratmeter (2011: 7,08 Euro).

In Gemeindewohnungen erhöhte sich der durchschnittliche Aufwand von 344 auf 356 Euro je Wohneinheit bzw. von 5,63 auf 5,78 Euro je Quadratmeter. Die Mieten in Genossenschaftswohnungen nahmen von 421 Euro auf 437 Euro bzw. von 5,96 auf 6,18 Euro pro Quadratmeter zu.