Erstellt am 11. April 2013, 12:44

Mikl-Leitner und FPÖ gegen Feiertags-Verlegung. Sowohl der ÖVP-Arbeitnehmerbund ÖAAB als auch die FPÖ sind strikt gegen die Idee der Industriellenvereinigung, wonach Donnerstagsfeiertage auf Freitage verlegt werden sollen.

"Ich habe selten so einen Unsinn gehört", erklärte ÖAAB-Obfrau Mikl-Leitner am Donnerstag. FPÖ-Generalsekretär Kickl betonte via Aussendung, die Feiertagsregelung solle "bleiben wie sie ist".

Mikl-Leitner fragt sich, wohin derartige Ideen noch führen sollen: "Was kommt als nächstes? Die Mittagspause auf den Abend verlegen?", so die Innenministerin.

Kickl erklärte, es könne nicht so sein, "dass alles und jedes den angeblichen Erfordernissen der Wirtschaftlichkeit untergeordnet wird". Die Arbeitswelt habe in den letzten Jahrzehnten ohnehin unter dem Stichwort der Flexibilisierung einen Weg eingeschlagen, der überwiegend zu Lasten der Arbeitnehmer gehe. Aber das Leben bestehe neben Arbeit eben auch aus andern Dingen - etwa Familie, gesellschaftlichen Aktivitäten und Verpflichtungen. "Ich bin jedenfalls der Meinung, dass die Menschen arbeiten, um zu leben und nicht umgekehrt nur leben, um zu arbeiten", so Kickl.

IV-Generalsekretär Christoph Neumayer hatte am Dienstag eine Grundsatzdiskussion über die Feiertage gefordert und zunächst eine Verschiebung der Donnerstag-Feiertage auf Freitage verlangt, um die Zahl der Wochenenden mit einem Fenstertag zu reduzieren.

Donnerstagsfeiertage auf Freitage verschieben: Sinnvoll um die Produktivität anzukurbeln oder Schnapsidee à la "Mittagspause auf den Abend zu verlegen"?
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