Erstellt am 08. Februar 2013, 12:25

"Milchrebellen" empört über Berglandmilch-Kartell. Die "Milchrebellen" der IG Milch haben ob der Millionen-Kartellstrafe gegen den Molkereiriesen Berglandmilch personelle Konsequenzen gefordert.

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"Eigentlich müssten die Verantwortlichen zu ihrem Tun stehen und die Bühne verlassen", so die IG Milch am Freitag. Der Berglandmilch warf die Interessensvertretung vor, mit "Schleuderaktionen" den Milchmarkt zu ruinieren und den Bauern zu wenig zu zahlen.

"Statt den Preisvorteil auch die KonsumentInnen weiterzugeben, werden auch vertikale Preisabsprachen mit Spar gemacht und somit doppelt abgecasht", echauffiert sich die IG Milch.

Österreichs größte Molkerei Berglandmilch (Schärdinger, Tirol Milch, Lattella) muss wegen jahrelanger Preisabsprachen mit Supermärkten eine Kartellstrafe von 1,125 Mio. Euro zahlen. Die Wettbewerbshüter der BWB haben auch Mitbewerber im Visier, die Kärntnermilch zum Beispiel wurde voriges Jahr gefilzt. Für welche Produkte die Kunden letztendlich zu viel gezahlt haben, ist noch nicht bekannt.