Erstellt am 01. August 2013, 11:12

Ministerium schnürt "Hilfspaket" für Bauern. Obwohl das Ausmaß der Dürreschäden nach dem trockensten Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1858 noch nicht abschätzbar sind, schnürt Landwirtschaftsminister Berlakovich ein "Hilfspaket für dürregeschädigte Bauern".

"Die Voraussetzungen für die heurige Ernte sind wegen der Hitzeperiode sehr schwierig. Für viele Bauern ist die Ernte in Gefahr. Sie brauchen jetzt rasch Hilfe", so Berlakovich.

Das Ministerium erhebe die Schäden aus den Ländern laufend. Daher seien jetzt die Kosten für das "Hilfspaket" auch noch nicht abschätzbar, wie es auf Nachfrage hieß. Man müsse noch abwarten, "bis die Zahlen auf dem Tisch sind", sagte ein Berlakovich-Sprecher.

Ankaufaktion für Futtermittel als zentraler Punkt

Jedenfalls seien vor allem Tierhaltungsbetriebe betroffen, "weil sie zu wenig Futter haben, um ihre Tiere zu füttern. Notschlachtungen können nicht ausgeschlossen werden". Also sei der erste Punkt des "Hilfspakets" auch eine Ankaufaktion für Futtermittel. Weiters sollen die Raten bei Agrarinvestitionskrediten ausgesetzt, zusätzliche Flächen für die Futtermittelproduktion gesichert und zusätzliche Betriebsmittelkredite gewährt werden, so Berlakovich.

Durch die Futtermittelaktion sollen Futtermittel für die Tiere für die Bauern leistbar bleiben, so der Minister. "Für die betroffenen und geschädigten Bauern soll es einen Zuschuss (Beihilfe) aus Bundes- und Landesmitteln für den Zukauf von Heu, Silage, Stroh, Pellets oder Trocken- und Pressschnitte geben - gedeckt durch den Katastrophenfonds."

Da wegen der Trockenheit "massive Einkommensverluste durch vernichtete Ernten zu erwarten" seien, könnten viele Bauern ihre Agrarinvestitionskredite nicht bedienen. "Für die Bauern werden die Kreditraten erst im kommenden Jahr fällig", so Berlakovich.