Erstellt am 15. Juni 2012, 19:11

Mitterlehner denkt über Ende für ÖIAG nach. Wirtschaftsminister Mitterlehner denkt über eine Abschaffung der Staatsholding ÖIAG nach. Sie vertritt die Staatsinteressen bei den teilstaatlichen Firmen Telekom Austria, Post AG und OMV.

"Es spricht, wenn da nicht noch neue Impulse kommen, sehr viel dafür zu hinterfragen, ob man die ÖIAG in Zeiten wie diesen noch braucht", sagte er. Eine Auflösung der ÖIAG war bisher eine Forderung vom Regierungspartner SPÖ, gegen den sich die ÖVP gewehrt hat. Politisch zuständig für die ÖIAG ist Finanzministerin Fekter. Der Abgang von ÖIAG-Chef Markus Beyrer solle genützt werden, um über die Zukunft der Staatsholding nachzudenken, sagte Mitterlehner.

Die Telekom Austria, die seit Freitag mit dem Mexikaner Carlos Slim einen neuen Großaktionär besitzt, sei eher ein Privatisierungskandidat, die OMV mit der IPIC aus Abu Dhabi syndiziert, die Post auf gutem Weg. Da auch nicht anzunehmen sei, dass die ÖIAG die Verantwortung für ÖBB oder Asfinag übernimmt und es dafür auch keine Argumente gebe, sieht Mitterlehner eine Auflösung der ÖIAG als realistische Variante.