Erstellt am 16. April 2012, 12:48

Mitterlehner kündigt Stromkennzeichnung an. Österreichs Stromkunden werden künftig genau feststellen können, ob sie auch Atomstrom beziehen.

"Wir werden beides erreichen können, nämlich dass wir sowohl mit den Rechtsvorschriften der EU konform gehen und trotzdem eine lückenlose Stromkennzeichnung sicherstellen", kündigte Wirtschaftsminister Mitterlehner vor Beginn des Anti-Atomstromgipfels in Wien an.

"Ich glaube, dass das eine saubere und stimmige Lösung sein kann," so Mitterlehner. Die Stromkennzeichnung könnte in Form eines Gütesiegels oder auch etwas anderes sein. "Man kann künftig genau feststellen, ob Atomstrom drin ist oder nicht", betonte der Minister. Entsprechende Übergangsfristen sind eingeplant.pinpin

"Wenn Atomkraftwerke ihren Strom nicht als solchen zertifizieren, dann kann er in Österreich nicht an Endkunden verkauft werden", erläuterte Mitterlehners Sprecherin. Es werde aber kein Atomstrom-Importverbot geben, denn das gehe EU-rechtlich nicht. Nicht zertifizierter Strom dürfe künftig in Österreich nicht verkauft werden. Das gelte für alle Endkunden, sowohl für Haushalte als auch für die Industrie. Es werde demnach auch keinen "Graustrom" mehr geben. 2010 hat laut Sprecherin der Atomstrom-Anteil in Österreich 3,9 Prozent betragen.