Erstellt am 04. September 2013, 11:04

Mitterlehner zufrieden mit Rang 16 im WEF-Ranking. Das World Economic Forum (WEF) sieht in seinem jüngsten Ranking den Standort Österreich unverändert auf Rang 16 unter weltweit 148 Ländern.

"Das respektable Ergebnis in einem der renommiertesten Rankings bestätigt die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts", so Wirtschaftsminister Mitterlehner (ÖVP). Er verwies darauf, dass Österreich im Vergleich der Euro-Länder auf Platz vier liege. Zugleich dürfe dies "kein Grund für tatenlose Selbstzufriedenheit sein". Österreich müsse "Schwachstellen wie eine zu hohe Steuerlast und die mangelnde Flexibilität in der Arbeitswelt dringend angehen, um Wachstum und Arbeitsplätze langfristig zu sichern", so der Wirtschaftsminister.

Finanzministerin Fekter (ÖVP) hatte Mitte Juli von einer Studie des Finanzministeriums gesprochen, wonach durch Konzern-Absiedelungen zwischen 2008 und 2012 ein Steuerausfall von 1,26 Mrd. Euro entstanden und 70.000 Arbeitsplätze verloren gegangen sein sollen. Die Studie wurde bisher allerdings nicht veröffentlicht. Wirtschaftskammerpräsident Leitl hatte die heimische Wirtschaftslage Ende August beim Forum Alpbachals "abgesandelt" bezeichnet.

Mitterlehner hebt nun die positiven Bewertungen im "Global Competitiveness Report" hervor. Die Wirtschaft sei stärker gewachsen als der Durchschnitt der vom WEF als "fortschrittlich" bezeichneten Volkswirtschaften. Österreich werde als "innovationsgetrieben" bewertet. Besonders gut schneide Österreich beim Ablauf der Produktions- und Geschäftsprozesse, der Qualität der unternehmerischen Tätigkeit, den Forschungsausgaben der Betriebe, den Patentanmeldungen, der Stromversorgung, der niedrigen Inflation und der Zusammenarbeit von Arbeitgebern und Arbeitnehmern ab. Allerdings habe das Land Schwächen beim Arbeitsrecht und der hohen Steuerbelastung. "Daher lehnen wir neue Steuern ab und setzen uns für flexiblere Arbeitszeiten ein", so Mitterlehner.