Erstellt am 10. Januar 2011, 12:11

Mittwoch ist Lostag für Verkauf. In der ersten Jännerhälfte sollte der Verkauf der Sonnentherme Lutzmannsburg an ein Konsortium von Immorent und der irischen Harte-Holding finalisiert werden. Unstimmigkeiten zwischen den Konsortialpartnern über den Leasingvertrag verhinderten jedoch vorerst die Vertragsunterzeichnung.

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Bei der Wirtschaftsservice Burgenland (WiBAG), die den Interessenten eine Nachfrist bis heute, Montag, gesetzt hatte, herrscht nun wieder Optimismus: Am Mittwoch sollen in einer Verhandlungsrunde die noch offenen Detailfragen ausgeräumt werden. Damit könnte es in der zweiten Monatshälfte zum Closing kommen, so WiBAG-Vorstand Peter Schmitl zur APA.

Insgesamt sei man "ein gutes Stück weitergekommen". Die von der WiBAG gesetzte Nachfrist sei von Immorent und Harte Holding zu intensiven Nachverhandlungen genutzt worden, sagte Schmitl. Er sei heute vom Käuferkonsortium informiert worden, dass man sich in wichtigen Vertragsbedingungen angenähert habe. Bei der für Mittwochnachmittag angesetzten Verhandlungsrunde zwischen den Konsortialpartnern gehe es letztlich darum, einen noch verbliebenen, offenen Vertragspunkt auszuräumen. Die WiBAG werde dann vom Ausgang der Verhandlungen informiert.

"Wir sind optimistisch", so Schmitl. Für die WiBAG sei die Angelegenheit aber erst mit dem Closing - "wenn alles unterschrieben ist" - beendet. Damit wäre für die WiBAG der Verkaufsprozess, wenn auch verspätet, aber doch erfolgreich abgeschlossen, resümierte der Vorstandsdirektor.

Sollte wider Erwarten die bilateralen Verhandlungen hinsichtlich der Konditionen für den Leasingvertrag doch noch scheitern, dann werde die WiBAG die Verhandlungen mit den Kaufinteressenten Immorent und Harte beenden, so Schmitl. In diesem Fall würde man dem WiBAG-Aufsichtsrat vorschlagen, den Verkaufsprozess mit anderen Interessenten neu zu starten. Ob dann erneut einer der beiden jetzigen Kaufinteressenten in einer anderen Konstellation Gesprächspartner sein könnte, könne er nicht sagen, meinte Schmitl.

"Wir haben sowohl mit Immorent als auch mit der Harte-Holding eine Einigung erzielt", so Schmitl. Vorgesehen ist, dass die Immorent die Besitzgesellschaft von der WiBAG erwerben soll. Als Betreiber würde dann die Harte Holding fungieren, die ihrerseits mit Immorent einen Leasingvertrag abschließt. Und an den Details dieses Leasingsvertrages wird noch gefeilt. Am Kaufpreis, über den die Vertragspartner Stillschweigen vereinbart haben, ändere sich durch die neuerlichen Verhandlungen nichts mehr.