Erstellt am 12. April 2013, 01:40

Mögliches Urteil beim Immofinanz-Prozess. Im Immofinanz-Prozess könnte am Freitag, am 14. Verhandlungstag, ein Urteil fallen. Vorher wird der Schöffensenat noch über offene Anträge entscheiden. Aktenverlesungen sind auch noch am Programm.

Der Hauptangeklagte, Ex-Immofinanz-Chef Karl Petrikovics, und Helmut Schwager, Ex-Aufsichtsratschef der Immofinanz, sind wegen Untreue angeklagt, ihnen drohen zehn Jahre Haft.

Den Angeklagten wirft Staatsanwalt Volkert Sackmann vor, dass sie durch Aktienoptionsgeschäfte im Rahmen des CPB/Immofinanz-Immoeast-Firmenkonstrukts Untreue begangen hätten. Ohne eigenes Geld einzusetzen, kassierten die drei Hauptangeklagten - Petrikovics, Schwager und der erkrankte Norbert Gertner - laut Anklage rund 20 Mio. Euro.

"Petrikovics, Gertner und Schwager verfolgten das Ziel, sich selbst im größtmöglichen Ausmaß, ohne Rücksicht auf die Interessen der von ihnen vertretenen Gesellschaften und Anleger, unrechtmäßig zu bereichern", schrieb Staatsanwalt Sackmann in der Anklage vom Dezember 2011.

Neben der Untreue sind die drei Angeklagten auch wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung (Mafia-Paragraf) angeklagt. Christian Thornton sitzt wegen Beihilfe zur Untreue auf der Anklagebank. Die Angeklagten haben die Vorwürfe im Verfahren stets zurückgewiesen.

Der Strafprozess unter Vorsitz von Richterin Claudia Moravec-Loidolt zog sich bisher über knapp drei Monate - Start war am 22. Jänner 2013. Der aus heutiger Sicht letzte, vierzehnte Prozesstag ist "Open End" angesetzt.