Erstellt am 30. Juli 2015, 11:41

von APA Red

Montage mehrerer Kindersitze in einem Auto oft schwierig. Autos, die in Sachen Kindersicherheit bei Tests Bestnoten erzielt haben, müssen nicht unbedingt familientauglich sein.

 |  NOEN, APA (dpa)

Nur drei von 13 Pkw erreichten beim aktuellen Kindersitzeinbautest des ÖAMTC und weiterer Automobilclubs Fünf-Sterne-Niveau, hieß es am Donnerstag. Hauptkriterium für ein gutes Ergebnis war, wie viele Sitze vorschriftsmäßig eingebaut werden können.

Getestet wurden 13 Autos, die beim regulären Crashtest in der Kategorie Kindersicherheit fünf Sterne erreicht haben. Beim Einbau von drei marktüblichen Kindersitzen wurden die Angaben in den Bedienungsanleitungen mit den tatsächlichen Möglichkeiten in den Fahrzeugen verglichen. Um auch in diesem Test fünf Sterne zu erreichen, muss das Auto für mindestens vier Kinder insgesamt oder für fünf Kinder mit Einschränkungen und für drei Kinder in der zweiten Reihe gut geeignet sein.

"Die Bedienungsanleitung und die Crashtest-Ergebnisse sagen wenig über die Tauglichkeit als Familienauto aus", resümierte ÖAMTC-Experte Steffan Kerbl. "Bei einigen Testkandidaten waren auch schwer zugängliche Isofix- und Top-Tether-Verankerungen und zu kurze Sicherheitsgurte ein Problem", erläuterte Kerbl. Auf der Suche nach dem idealen Familienfahrzeug sei deshalb eine Probefahrt mit Kindern und Kindersitzen anzuraten und die Bedienungsanleitung des Fahrzeugs genau zu lesen. "Vor allem Hinweise zu Airbag-Deaktivierungen müssen unbedingt beachtet werden."

Fünf Sterne erhielten der Peugeot Partner Tepee, der Renault Espace und der VW T5 Multivan. Knapp dahinter lag mit vier Sternen der VW Passat Variant. Im breiten Mittelfeld lagen mit drei Sternen die Modelle Audi A3 Sportback, Ford Mondeo Station Wagon, Ford Tourneo Connect, Kia Sorento, Mercedes-Benz GLA, Subaru Outback und Suzuki Vitara. Das Schlusslicht mit zwei Sternen bildeten der Jeep Renegade und trotz sieben Sitzplätzen auch der Nissan X-Trail.