Erstellt am 22. September 2012, 15:14

Moody's bestätigt Österreichs Triple A. Die Ratingagentur Moody's hat das Triple-A Rating von Österreich mit negativem Ausblick bestätigt. Das teilte Moody's am späten Freitagabend mit. Als Grund für eine im Juli erfolgte Überprüfung gaben die Analysten die "wachsende Unsicherheit"über den Ausgang der Euro-Staatsschuldenkrise an. Erfreut zeigte sich Finanzministerin Fekter.

Sie sah eine Bestätigung des von der Regierung eingeschlagenen Reformkurses. Der negative Ausblick sei durch externe Umstände in der Eurozone begründet, betonte Fekter. Auch in der Währungsunion sei man mit den jüngsten Stabilitätsmaßnahmen auf dem richtigen Weg, um Wachstum und Wohlstand zu generieren, glaubt die Ministerin.

Bundeskanzler Faymann begrüßte ebenfalls die Entscheidung der Ratingagentur. "In Österreichs Staatsanleihen hat man weltweit Vertrauen. Damit erweist sich ein weiteres Mal, dass die Politik die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen hat. Es war wesentlich, in der Politik auf zwei Säulen zu setzen - Haushaltskonsolidierung und Investitionen", meinte er am Samstag. "Alle gemeinsamen Schritte, die wir in der Eurozone setzen, tragen auch dazu bei, die hervorragende Stellung Österreichs abzusichern", betonte der Bundeskanzler.

Die Agentur kam zu dem Schluss, dass die Wirtschaft des Landes diversifiziert und wettbewerbsfähig bleibt, und trotz seiner geringen Größe mit einem starken Wachstum im Vergleich zu anderen europäischen Volkswirtschaften aufwarten kann. Österreich Arbeitslosenquote ist die niedrigste in der Europäischen Union, hielt Moody's fest. Der negative Ausblick spiegle aber die wachsende Wahrscheinlichkeit wider, dass Österreich zusammen mit anderen Ländern in Europa noch erhebliche Ressourcen werde einsetzen müssen, um in der Euro-Zone andere Nationen und ihre Banken zu unterstützen.