Erstellt am 17. August 2016, 18:51

Maschinenring: Bösendorfer neuer Bundesobmann. Der Maschinenring Österreich (MRÖ) will wieder zur Ruhe kommen.

Johann Bösendorfer.  |  NOEN, Emil Jovanov

Zuletzt herrschte Aufregung beim Agrar-Dienstleister. Überraschend schieden Ende Mai Geschäftsführer Matthias Thaler und Bundesobmann sowie Aufsichtsratschef der Maschinenring Personal und Service eGen (MRPS), Hans Peter Werderitsch, aus. Nun wurde die bisherige Interims-Führung offiziell gewählt. Geschäftsführer fehlen vorerst weiter.

Grund für die einvernehmlichen Trennungen per Ende Mai waren wochenlang laufende Diskussion über die Gehaltshöhe der ehemaligen Maschinenring-Spitzenvertreter. Das Dienstverhältnis wurde "im beiderseitigen Einvernehmen" aufgelöst. Werderitsch warf sowohl als Bundesobmann des MRÖ als auch als Aufsichtsratsvorsitzender der MRPS ebenfalls das Handtuch.

Johann Bösendorfer neuer MRÖ-Bundesobmann

Am heutigen Mittwoch wurde jedenfalls der niederösterreichische Landesobmann, Johann Bösendorfer, offiziell zum MRÖ-Bundesobmann gewählt. Gerhard Rieß, oberösterreichischer Landesobmann, wurde in der Funktion des stellvertretenden MRÖ-Bundesobmanns bestätigt.

In der MRPS stehen zukünftig Thomas Ließ als Vorstandsvorsitzender und Gerhard Rieß als sein Stellvertreter an der Spitze der Organisation. Die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden wird von Michael Brunschmid wahrgenommen, der auch Aufsichtsratsvorsitzender des Maschinenring Service Tirol ist. Der Stellvertreter von Brunschmid wiederum ist nun, nach der heutigen Generalversammlung, der Steirer Martin Siebenhofer, wie der MRÖ und die MRPS in einer Aussendung mitteilten.

Weiterhin keine Geschäftsführung

Allerdings bleiben sowohl MRÖ als auch MRPS nach ihren heutigen Generalversammlungen in Linz vorerst weiterhin ohne Geschäftsführung. Die Nachbesetzung befinde sich bei der MRPS noch in der Hearing-Phase, die Bundesgeschäftsführung des MRÖ werde bald von den neuen Obleuten Bösendorfer und Rieß ausgeschrieben werden.

Die neuen Obleute bzw. Vorstände, Bösendorfer, Ließ und Rieß gaben sich für die Zukunft optimistisch, die Arbeit in der Übergangsfrist sei rückblickend zufriedenstellend ausgefallen. "Unser Unternehmen war trotz fehlender Geschäftsführung zu jedem Zeitpunkt zur Gänze handlungsfähig." Das operative Geschäft sei ohne Einbußen für Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter professionell weitergeführt worden.

Der Maschinenring unterstützt als agrarischer Dienstleister - etwa durch Maschinenverleih - per Eigendefinition seit seiner Gründung vor mehr als 55 Jahren bäuerliche Familienbetriebe dabei, wirtschaftlich erfolgreich und konkurrenzfähig zu bleiben.