Erstellt am 06. Dezember 2013, 12:13

Nach Triumph-Jobabbau 120 Beschäftigte in Arbeitsstiftung. Im April dieses Jahres hatte der Wäschehersteller Triumph die Streichung von 350 Arbeitsplätzen in Wien und NÖ angekündigt. Für die Betroffenen wurde ein Sozialplan erstellt. Seit November gibt es eine Arbeitsstiftung.

Bisher hätten 120 Personen ihr Interesse am Eintritt bekundet, teilte der burgenländische Soziallandesrat Peter Rezar (SPÖ) am Freitag in Oberpullendorf mit.

Ende Oktober waren die Nähwerke in Oberpullendorf und Aspang (NÖ) geschlossen worden. Auch an den Standorten in Wiener Neustadt und in Oberwart wurden Stellen abgebaut.

Burgenland unterstützt Qualifizierungsmaßnahmen finanziell

Die Kündigungen träfen überwiegend Frauen aus dem mittleren und südlichen Burgenland, so Rezar. Angesichts der Arbeitsmarktlage in den Bezirken könne nicht damit gerechnet werden, dass Betroffene ohne weitreichende Unterstützung wieder Arbeitsplätze in der Region oder mit einer akzeptablen Distanz zum Pendeln bekommen würden.

Mit den ersten Maßnahmen der Arbeitsstiftung wurde am 4. November begonnen, berichtete der Landesrat. Für die Teilnehmer – 76 kommen aus dem Burgenland, 39 aus Niederösterreich und fünf aus der Steiermark – werden Qualifizierungsmaßnahmen bezahlt, die bis zu drei, in Ausnahmefällen vier Jahre dauern können.

Die Stiftung werde grundsätzlich von Triumph finanziert. Das Land stelle zudem für die 76 burgenländischen Teilnehmer bis zu 1.200 Euro pro Person zur Verfügung – insgesamt betrage die Fördersumme rund 91.200 Euro.

Projekt endet im Jahr 2018

Die Frist zum Eintritt in die Arbeitsstiftung läuft noch bis zum 3. Mai 2014. Frauen in Karenz können bis zum dritten Monat nach Karenzende eintreten. Das Projektende wurde mit 2. Mai 2018 festgesetzt.

Triumph International ist einer der größten Wäschehersteller der Welt und erzielte 2012 mit über 36.000 Beschäftigten einen Umsatz von 2,1 Mrd. Franken (1,7 Mrd. Euro). Mit den Hauptmarken Triumph, sloggi, Valisere und HOM vertreibt das Unternehmen seine Produkte in mehr als 120 Ländern.