Erstellt am 30. Dezember 2011, 11:55

Nahezu Stagnation in der Bauproduktion. Der Bauproduktionswert hat von Jänner bis September 2011 um 1,4 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro zugelegt. Zum Vergleich: Die Inflationsrate lag heuer mit Ausnahme des Jänner über drei Prozent.

Während im Tiefbau Produktionsrückgänge hingenommen werden mussten, konnte im Hochbau ein Plus erzielt werden, teilte die Statistik Austria am Freitag mit.

Im öffentlichen Sektor lag der Bau-Produktionswert in den ersten neun Monaten mit 3,6 Mrd. Euro um 4,2 Prozent unter jenem des Vorjahresvergleichszeitraums. Überdurchschnittliche hohe Zuwächse waren in den Teilsparten "Brücken- und Hochstraßenbau" (plus 23,0 Prozent) sowie "Wohnungs- und Siedlungsbau" (plus 9,4 Prozent) zu beobachten. Die höchsten Rückgänge im Produktionsvolumen gab es in den Teilsparten "Tunnelbau" (minus 25,5 Prozent) und "Bau von Bahnverkehrsstrecken" (minus 16,8 Prozent). Den höchsten Produktionszuwachs hatte die Steiermark (plus 4,9 Prozent), das stärkste Minus gab es im Nachbarland Burgenland (minus 3,9 Prozent).

Im September lag die gesamte abgesetzte Produktion am Bau bei 3,6 Milliarden Euro, ein Minus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 2,6 Prozent. Das produzierende Gewerbe als Ganzes konnte hingegen im September ein Plus erwirtschaften. "Die 60.219 Unternehmen - minus 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr - des gesamten Produzierenden Bereichs erzielten im September 2011 nach Berechnungen von Statistik Austria mit 922.056 (plus 1,8 Prozent) unselbständig Beschäftigten Umsätze in der Höhe von 23,0 Milliarden Euro (plus 9,5 Prozent)", rechneten die Statistiker vor. Die Abteilung "Energieversorgung" entwickelte sich dabei mit einem Plus von 27,2 Prozent (absolut 3,2 Milliarden Euro) besonders prächtig.