Erstellt am 26. April 2012, 13:03

Nakowitz entschuldigte sich im BAWAG-Prozess. Die "rechte Hand von Ex-BAWAG-Chef Elsner hat sich am Donnerstag vor Gericht entschuldigt. Der Ex-Generalsekretär und Ex-Vorstand sagte: "Es tut mir leid, dass so viel Geld verloren wurde, aber damals habe ich gedacht, dass die Maßnahmen zur Reparatur beitragen werden."

Er verwies auch darauf, dass er bereits einen Vergleich mit der BAWAG abgeschlossen habe, um zur Schadensminderung beizutragen.

Nakowitz, der im ersten Prozess schon zu drei Jahren, davon ein Jahr unbedingt, verurteilt worden war, musste sich erneut wegen der Themenkomplexe "Unibonds" und "Capper" verantworten. Der Oberste Gerichtshof bestätigte zwar den Schuldspruch, die Strafzumessung muss aber Richter Böhm in der Neuauflage des Prozesses vornehmen. Nakowitz bezeichnete sich selbst zu Beginn als "nicht schuldig".

Nakowitz war 1989 zur BAWAG gekommen und der Abteilung Beteiligungen zugeordnet, die von Ex-BAWAG-General Johann Zwettler geführt wurde. Anfang 1998 wechselte er in das Generalsekretariat von Elsner, und war dort für Kommunikation und Sitzungsvorbereitungen zuständig. Diese Funktion hielt er bis April 2003 inne, danach wechselte er in den Vorstand, wo er bis April 2006 war.

Während des ersten Prozesses ging er keiner beruflichen Tätigkeit nach, von 2009 und 2010 engagierte er sich in der Pflege seiner Mutter, die 2011 verstarb. Seither ist er kaufmännischer Angestellter, jetzt für den zweiten Prozess ist er wieder karenziert.

Die Befragung von Richter Böhm zog sich von den sogenannten "Karibik I-Sondergeschäften", mit denen 1987 begonnen wurde, über die Wiederaufnahme der Sondergeschäfte mit Flöttl bis zu den Ereignissen rund um den Nationalfeiertag 1998, als Elsner den restlichen Vorstand von den neuerlichen Totalverlusten des eingesetzten Geldes und den Rettungsplänen unterrichtete.