Erstellt am 25. Oktober 2012, 11:42

Neue Reflektoren für gefährliche Wildwechselstrecken. 5.000 rote und weiße Reflektoren sollen laut Straßenbaureferent Helmut Bieler (S) im Burgenland durch blaue ersetzt werden; blaues Licht löst bei Wild nämlich einen Warnreflex aus.

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In Österreich gibt es jährlich 80.000 Verkehrsunfälle mit Wildtieren. Im Burgenland sind 2011 rund 9.500 Wildtiere auf den Straßen zu Tode gekommen. Für mehr Sicherheit sollen nun verkehrstechnische Schutzmaßnahmen getroffen werden. "Die Burgenländische Landesstraßenverwaltung wird in Zukunft vermehrt auf blaue Wildwarnreflektoren setzen und gefährliche Wildwechselstrecken sukzessive auf die neuen Reflektoren umrüsten", teilte Straßenbaureferent Helmut Bieler (S) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Oberwart mit.

Der Wildwarnreflektor blau beinhalte mehrere technische Vorteile und Innovationen zur Verhinderung von Wildunfällen, so Bieler. "Blaues Licht löst bei den Wildtieren einen Warnreflex aus, da dieses in der Natur nicht vorkommt. Die spezielle Halbkreisform des Reflektors simuliert beim Auftreffen von Scheinwerferlicht Bewegung. Darauf reagieren Tiere mit Vorsicht, sie meiden die Annäherung und flüchten“, erklärte der Landesrat.

In den nächsten Jahren sollen burgenlandweit rund 5.000 Wildwarnreflektoren (rot und weiß, Anm.) nach Unfallhäufigkeit und in Rücksprache mit der Jägerschaft ausgetauscht werden. Die Kosten für die neuen blauen Reflektoren belaufen sich auf rund fünf Euro pro Stück.