Erstellt am 19. Mai 2015, 12:00

von Heinz Bidner

AUA will 400 neue Jobs schaffen. Die heimische Airline will in den nächsten drei bis fünf Jahren um zehn Prozent wachsen.

Der neue AUA-Chef Kay Kratky hatte Montagabend seinen ersten offiziellen Auftritt in Österreich am Flughafen Schwechat. Dabei wurden auch die neue Strategie und Uniformen der Mitarbeiter (im Bild) präsentiert.  |  NOEN, Foto: APA/ Herbert Neubauer
Die heimische Fluggesellschaft Austrian Airlines, die zum deutschen Lufthansa-Konzern gehört, will nach der Restrukturierung der letzten Jahren wieder wachsen. Das verkündete der scheidende AUA-Chef Jaan Albrecht Montagabend vor Journalisten am Flughafen Wien-Schwechat.
 
„Die Spiele werden mit Angriff und Tore schießen gewonnen“, zog Albrecht Parallelen zum Fußballspiel. In den nächsten drei bis fünf Jahren soll die AUA um zehn Prozent zulegen und so 1,5 Millionen mehr Passagiere, 400 neue Jobs und zusätzliche 210 Umsatz-Millionen schaffen.

„my Austrian“ wird in Preisgestaltung individueller

Die Strategie dazu basiert auf neuen Flugzeuge, zusätzlichen Destinationen und dem neuen Tarifmodell. Ab Herbst sollen Passagiere ihren Flug – und damit den Preis – selbst zusammenstellen können: Für Menüs an Bord, Lounge-Zugang, mehr Beinfreiheit oder Zusatzgepäck muss man extra zahlen. Vor den Markennamen „Austrian“ wird das Wort „my“ vorgestellt, um einerseits diese Individualisierung und andererseits die Identifikation mit der rot-weiß-roten Airline zu verdeutlichen.
 
Ab 2016 bekommt das AUA-Personal auch neue Uniformen. Entworfen wurden sie von der gebürtigen Wienerin und Wahl-Berlinerin Marina Hoermanseder. Offen ist noch, ob auch die Schuhe und Strümpfe rot bleiben. Darüber soll das Personal in den nächsten vier Wochen abstimmen.

Neuer AUA-Chef hat schon Zweitwohnsitz in Österreich

Schon ab 1. August dieses Jahres wird der bisherige Lufthansa-Manager Kay Kratky dem bisherigen AUA-Chef Jaan Albrecht folgen. Albrecht wechselt in die Türkei zu SunExpress, einem Joint Venture von Lufthansa und Turkish Airlines.
 
„Ich kann es kaum erwarten, nach Wien zu kommen“, meinte der gebürtige Frankfurter Kratky am Montagabend. Er habe gemeinsam mit seiner Frau entschieden, diese verantwortungsvolle Aufgabe annehmen zu wollen und ist derzeit auf Wohnungssuche in der Stadt. Kratky rechnet weiterhin mit einem harten Wettbewerb in der Branche, gegen den sich die AUA stemmen müsse. Der Manager hat schon bislang ein enges persönliches Verhältnis zu Österreich. Im Gasteinertal hat er einen Zweitwohnsitz.
 
Die AUA hat ihren Sitz am Flughafen Schwechat und beschäftigt rund 6.000 Mitarbeiter. Im Vorjahr setzte sie 2,1 Milliarden Euro um und beförderte 11,2 Millionen Passagiere.