Erstellt am 10. Oktober 2012, 14:21

Neue SVB-Obfrau Meier schließt Fusionen nicht aus. Vor Zusammenlegung der bäuerlichen Sozialversicherung etwa mit der SVA seien aber zahlreiche Fragen zu klären. Meier trat per 1. Oktober die Nachfolge von Donabauer an.

 |  NOEN, Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)
Die neue Obfrau der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB), Theresia Meier (54), schließt neuerliche Fusionsversuche mit anderen SV-Trägern nicht grundsätzlich aus. "Wir werden uns einer Neuorientierung im Sozialversicherungsbereich nicht verschließen", sagte sie am Mittwoch auf eine entsprechende Frage bei ihrem ersten Presseauftritt nach ihrer Kür zur Obfrau. Die SVB werde aber "kein Bauernopfer sein", betonte sie.

Meier hatte am 1. Oktober Karl Donabauer (67) abgelöst, der der SVB seit 1988 vorstand. Die Wahl durch den Vorstand zur neuen Obfrau war bereits am 25. September erfolgt. Meier ist Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Niederösterreich und war seit 2008 Versichertenvertreterin in der SVB. Sie führt im Mostviertler gemeinsam mit ihrem Gatten einen Rindermastbetrieb.

Fusionsbestrebungen mit der der gewerblichen Sozialversicherung (SVA) waren bereist 2008 gescheitert, Grund dafür war die Nicht-Einigung mit den Ärztevertretern auf einen neuen Gesamtvertrag. Vom Tisch ist eine Fusion aber nicht, man sei hier "absolut offen", die Finanzierungsfrage müsse aber geklärt sein, erklärten Meier und SVB-Generaldirektor Franz Ledermüller einstimmig. Wenn es ein vernünftiges Gesamtkonzept gibt, werde man darüber reden müssen, so Ledermüller.

Als vorrangige Ziele nannte Meier, dass die Versicherten der SVB bei der sozialen Absicherung mit allen anderen Schritt halten können. Außerdem wolle sie die SVB "enkeltauglich" halten: Man müsse haushalten, damit man auch den Jungen eine verlässliche Perspektive bieten könne, betonte sie.