Erstellt am 11. Januar 2012, 00:00

Neue Tricks und neue Regeln. KONSUMENTENSCHUTZ / Mit laufend neuen Ideen lassen sich Betrüger immer wieder neue Tricks einfallen, um an noch mehr Kundendaten zu gelangen.

Die Telefone liefen 2011 in der Arbeiterkammer Burgenland (AK) heiß. 11.500 Anfragen trudelten ein, 800 Interventionen wurden durchgeführt und den Burgenländern damit 321.000 Euro erspart.

Achtung bei Gratis-  E-Mail-Accounts

Zu den üblichen Problemen wie überteuerte Handyrechnungen oder unerfreuliche Werbefahrten kommen jährlich neue Tricks von Betrügern ans Tageslicht. So wird versucht, beispielsweise über den gratis GMX-E-Mail-Account den Kunden private Daten für Gewinnspiele herauszulocken. Diese Daten werden dann an andere Unternehmen weiterverkauft. Nach wie vor an der Tagesordnung sind Probleme beim Hausbau oder beim Kauf. So interveniert die AK schon seit langem gegen eine burgenländische Fensterfirma, die einem Kunden 24 Fenster und Türen eingebaut hat, von denen kein einziges vollkommen intakt ist.

Stark zurückgegangen hingegen ist die klassische „Internetabzocke, bei der Kunden oft überrascht festgestellt haben, dass sie aus Unwissenheit bereits einen Vertrag eingegangen sind. „Das liegt daran, dass in Deutschland, dem Sitz vieler betrügerischer Firmen, verschärft gegen die Verantwortlichen vorgegangen wird“, erklärt AK-Konsumentenschutzexpertin Eva Schreiber. Weitere Verbesserungen: Die Mindestvertragsdauer bei Telefonrechnungen darf ab Februar höchstens 24 Monate betragen, es müssen aber auch Verträge mit zwölf Monaten angeboten werden. Und Versicherungsverträge, die nach dem 21. Dezember 2012 abgeschlossen werden, müssen für Frauen und Männer gleich sein.