Erstellt am 11. Dezember 2011, 10:21

Neue Westbahn fährt zwischen Wien und Salzburg. Ab Sonntag fährt ein neuer Bahnbetreiber zwischen Wien und Salzburg: Die mehrheitlich private Westbahn nimmt auf der stark befahrenen und profitablen Bahnstrecke die Konkurrenz mit der Staatsbahn ÖBB auf.

Infrastrukturministerin Bures wird am Sonntagnachmittag am Wiener Westbahnhof einen einfahrenden Westbahnzug begrüßen. Sie betonte die Partnerschaft von Westbahn und Platzhirsch ÖBB.

"Als Verkehrsministerin freue ich mich über ein zusätzliches Angebot auf der umweltfreundlichen Schiene. Das ist gut für die Fahrgäste und die Umwelt", so Bures in einer der APA übermittelten Stellungnahme. Wo es wie auf der Westbahnstrecke eine gut ausgebaute moderne Schieneninfrastruktur gebe, dort würden auch Angebot und Nachfrage steigen, konstatiert die Ministerin."

ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf streute der Westbahn am Samstag in einer Aussendung Rosen. "Die ÖVP zollt den neuen Pionieren im Bahnwesen größten Respekt, die den übermächtigen bisherigen Monopolisten ÖBB nicht fürchten", so Kopf.

Die Westbahn fährt ab heute, mit dem Beginn des Winterfahrplans, elfmal täglich von Wien nach Salzburg sowie retour. Da die ÖBB ihre 72 Verbindungen auf der Strecke aufrechterhalten, haben Kunden auf dieser stark frequentierten Strecke nun ein breiteres Zugangebot. Doch auch Bahnfahrer in ganz Österreich könnten die Folgen der Liberalisierung spüren, allerdings in der Geldbörse: Wenn die von der Westbahn angekündigte Klage gegen die ÖBB-Preisaktionen Erfolg hat, müsste die Bundesbahn ihre Billigtickets in ganz Österreich einstellen.

Die Westbahn ist ein Projekt des Ex-ÖBB-Personenverkehrsmanagers Stefan Wehinger mit dem Baulöwen Hans-Peter Haselsteiner und der französischen Staatsbahn SNCF. Zudem sind Schweizer Finanzinvestoren an dem Unternehmen beteiligt.