Erstellt am 31. Mai 2011, 12:46

Neuer UNIQA-Chef will mehr Profit. Der neue UNIQA-Generaldirektor Andreas Brandstetter, der Anfang Juli Konstantin Klien als Chef des Versicherungsriesen nachfolgt, peilt eine zügige Ergebnisverbesserung und ein rascheres Wachstum des Konzerns an.

Der neue UNIQA-Generaldirektor Andreas Brandstetter, der Anfang Juli Konstantin Klien als Chef des Versicherungsriesen nachfolgt, peilt eine zügige Ergebnisverbesserung und ein rascheres Wachstum des Konzerns an. Mit dazu gehört ein Konzern-Umbau, eine Konzentration auf das Kerngeschäft und eine Mega-Kapitalerhöhung im Jahr 2013.

Dabei soll sich dann der derzeit unter zehn Prozent liegende Streubesitz markant erhöhen, indem sich die UNIQA-Kernaktionäre - Raiffeisen-Bankengruppe, Austria Stiftung und Collegialität-Verein - bis auf 51 Prozent zurückziehen könnten, hieß es am Dienstag. Das EGT soll bis 2015 auf 550 Mio. Euro klettern, um 400 Mio. Euro mehr als die 153 Mio. Euro von 2010.

Auf den Prüfstand kommen neben Beteiligungen auch einzelne Produkte, etwa des Industriegeschäfts oder die Sturmschaden, sagte Brandstetter vor Journalisten: "Wir sind ein bisschen dick geworden, wir werden abspecken." Kündigungen werde es nach UNIQA-Tradition nicht geben, den Vertrieb wolle man ausbauen.

"Um für die Börse attraktiv zu sein, müssen wir einiges im Unternehmen ändern", so der künftige UNIQA-Chef : "Wir drehen ziemlich alles um, wir stellen alles neu auf und formieren auch neue Teams." Die UNIQA wolle offensiver am Markt auftreten und ihre Kundenzahl bis 2020 von 7,5 auf 15 Millionen verdoppeln. Dazu sei frisches Kapital nötig, um Wachstum und Expansion finanzieren zu können.

Zum Ausmaß der für übernächstes Jahr geplanten Kapitalerhöhung hielt sich Brandstetter am Dienstag bedeckt: "Je mehr desto lieber." Abhängig sei dies vom konkreten Börseumfeld 2013. Die Fühler nach Akquisitionen ausstrecken will Brandstetter in Osteuropa, als Beispiele nennt er die Ukraine und "fast jedes Land am Balkan".