Erstellt am 26. August 2011, 15:26

Neues Investmentfondsgesetz bringt Vorteile. Mit 1. September tritt in Österreich ein neues Investmentfondsgesetz in Kraft. Die Novellierung des alten Investmentfondsgesetzes aus dem Jahr 1993 war notwendig, nachdem die EU eine neue entsprechende Richtlinie für bestimmte gemeinsame Anlageformen (UCITS IV) beschlossen hatte. Das neue Gesetz bringe für Verbraucher mehr Informationen, mehr Rechte und neue Produkte.

Mit 1. September tritt in Österreich ein neues Investmentfondsgesetz in Kraft. Die Novellierung des alten Investmentfondsgesetzes aus dem Jahr 1993 war notwendig, nachdem die EU eine neue entsprechende Richtlinie für bestimmte gemeinsame Anlageformen (UCITS IV) beschlossen hatte. Das neue Gesetz bringe für Verbraucher mehr Informationen, mehr Rechte und neue Produkte.

Das neue Gesetz soll den Anlegerschutz und die Transparenz verbessern, erleichtert den Fondsanbietern aber auch, ihre Produkte grenzüberschreitend anzubieten. "Die Umsetzung dieser EU-Richtlinie ist ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung des Fondsmarkts im Europäischen Wirtschaftsraum und zur Verbesserung des Verbraucherschutzes in diesem Bereich'", so FMA-Vorstand Helmut Ettl.

Ab September - mit einer Übergangsfrist bis 30. Juni 2012 - wird es etwa ein neues "Kundeninformationsdokument" (KID) geben, das den bisherigen "Vereinfachten Prospekt" ablöst. Europaweit einheitlich wird das KID alle wesentlichen Eckpunkte eines Fonds enthalten: Ziele und Anlagepolitik, Risiko- und Ertragsprofil.

Weiters ist jede Verwaltungsgesellschaft verpflichtet, ein Beschwerdemanagement einzurichten. In komplexen Verfahren wie etwa der Zusammenlegung von Fonds wurden die direkten Informationspflichten an die Anteilinhaber erweitert.

Auch für die Anbieter von Investmentfonds bringt das Gesetz wesentliche Erleichterungen: Mit dem neuen europäischen "Management Company Passport" können Verwaltungsgesellschaften nun direkt im Wege der Dienstleistungsfreiheit in einem anderen Mitgliedstaat einen Fonds nach dortigem Recht auflegen.

Für die Aufsichtsbehörden gelte es, den erhöhten Verbraucherschutz durchzusetzen, so Ettl. Mehr grenzüberschreitende Möglichkeiten erforderten andererseits auch eine verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Behörden. Die FMA warnt zudem erneut vor unseriösen Anbietern von Finanzdienstleistungen.