Erstellt am 07. Dezember 2011, 13:27

Neukreditvergaben auf Höchststand seit zwei Jahren. Keine Anzeichen für eine sich abzeichnende Kreditklemme sind aus den aktuellen Zahlen der Nationalbank zur Neukreditvergabe per Ende September ablesbar. Sowohl bei der Kreditvergabe an private Haushalte als auch an Firmen wurden per Ende September die höchsten Werte seit zwei Jahren erreicht.

Gleichzeitig scheinen die Warnungen vor den Gefahren von Fremdwährungskrediten zumindest bei privaten Kreditnehmern Früchte zu tragen. Im dritten Quartal wurden 4,8 Milliarden Euro frische Kredite an Private vergeben. Vor allem im Wohnbaubereich kam es zu vermehrten Vergaben. Mit 2,6 Mrd. Euro wurde in diesem Bereich der höchste Wert seit mehr als zwei Jahren erreicht, teilte die Nationalbank am Mittwoch mit.

Bis Ende September stieg das an private Haushalte vergebene Kreditvolumen im Vergleich zum Vorquartal um 0,6 auf 138,1 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorquartal kam es bei den Euro-Krediten zu einem Anstieg von 1,4 Mrd. Euro bzw. 1,5 Prozent, während Kredite in fremden Währungen wechselkursbereinigt um 0,8 Mrd. Euro bzw. 1,9 Prozent auf 39,6 Mrd. Euro zurückgingen. Im Jahresvergleich wurden um 4,3 Mrd. Euro bzw. 4,5 Prozent mehr Euro-Kredite vergeben. Die Fremdwährungskredite gingen um 2 Mrd. Euro oder 4,9 Prozent zurück,

138 Mrd. Euro Firmenkredite waren per Ende September laut Nationalbank aushaftend. Im dritten Quartal fiel der Anstieg mit 1,6 Mrd. Euro deutlich höher als in den Vorquartalen aus. Firmen griffen sowohl bei Euro- als auch Fremdwährungskrediten stärker zu. Euro-Kredite nahmen um 1,4 Mrd. Euro bzw. 1,2 Prozent zu, Fremdwährungskredite um 0,1 Mrd. Euro bzw. 1,0 Prozent.

Im Jahresabstand wuchsen Firmenkredite um 2,2 Prozent auf den höchsten Stand seit zwei Jahren. Im dritten Quartal erreichte die Vergabe von frischen Euro-Krediten an Unternehmen mit 17,5 Mrd. Euro einen etwas höheren Wert als im Vorquartal.