Erstellt am 26. September 2012, 14:28

Niederösterreich und Burgenland haben die höchste Autodichte. Im Bezirk Waidhofen an der Thaya im nördlichen Waldviertel gibt es gemessen an der Bevölkerung die meisten Autos. Von 1.000 Einwohnern besitzen dort 666 einen Pkw.

Die niedrigste Autodichte hat wenig überraschend die Bundeshauptstadt Wien. Im Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus kommen auf 1.000 Einwohner überhaupt nur 303 Vehikel, ergab eine Erhebung des Verkehrsclub Österreich (VCÖ).

Überall außer in Wien und Graz ist die Autozahl seit dem Jahr 2005 stärker gewachsen als die Bevölkerung. "Mit Ausnahme Wiens ist in Österreich beim Autobesitz ein Ost-West-Gefälle festzustellen. In Niederösterreich und im Burgenland ist die Zahl der Pkw pro 1.000 Einwohner deutlich höher als in Vorarlberg und Tirol", so VCÖ-Experte Markus Gansterer. Auf 1.000 Burgenländer kommen ganze 618 Autos, in Niederösterreich sind es 612 Pkw.

Die Wiener sind hingegen deutlich weniger auf ein eigenes Auto angewiesen (389 Pkw pro 1.000 Einwohner). Gegenüber dem Jahr 2005 ist die Pkw-Dichte in 20 von 23 Hauptstadtbezirken gesunken. Außerhalb Wiens ist der Motorisierungsgrad in Innsbruck (444) und Graz (472) am geringsten. In der steirischen Landeshauptstadt ist die Autodichte seit 2005 um 2,2 Prozent zurückgegangen.

Der VCÖ plädierte am Mittwoch erneut für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie ein Öffi-Ticket für alle Beschäftigten. "Ein dichtes Bahn- und Busnetz verringert die Kosten für die Haushalte drastisch, weil sie mit einem statt zwei Autos pro Haushalt auskommen", so Gansterer. In Österreich gibt es laut VCÖ rund eine Million Zweitautos, die im Schnitt rund 8.300 Kilometer im Jahr fahren und Gesamtkosten von jeweils etwa 4.000 Euro verschlingen.