Erstellt am 14. März 2012, 14:04

Niessl: Burgenland soll ab 2014 Strom exportieren. Bis Ende 2013 soll das Burgenland stromautark sein. Dieses Ziel hat sich die Landespolitik gesteckt. Nun soll das Burgenland ab 2014 Stromexporteur werden, teilte Landeshauptmann Hans Niessl (S) bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt mit.

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"Und das ist ein Quantensprung innerhalb eines Jahrzehnts, dass wir im Jahr 2000 oder im Laufe von zwölf Jahren drei Prozent des Stroms selbst erzeugt haben und im Jahr 2014 werden wir über 100 Prozent des Strombedarfes im Burgenland erzeugen", erklärte Niessl bei der Präsentation der Energie-Strategie.
 
"Wir wollen eine höhere Energieeffizienz bei den öffentlichen Gebäuden", so der Landeshauptmann. Gemeinsam mit der Slowakei werde es ein "sehr hoch gefördertes" EU-Projekt geben, das "Schritt für Schritt" umgesetzt werden soll. Ziel sei es, den Energieverbrauch in öffentlichen Gebäuden zu reduzieren. Auch über die Wohnbauförderungen habe man "viele Anregungen": "Jede Förderung im Bereich des Hausbaus, des Neubaus, aber auch der Sanierung, ist daran gebunden, dass es eine große Effizienz gibt, dass das Energiesparen im Vordergrund steht", erläuterte er.
 
"Die Energie-Strategie wird auch die Richtung vorgeben, wie wir nicht nur im Bereich der Stromproduktion, des Energiesparens, große Fortschritte machen können, sondern auch wie wir energieunabhängig werden können. Durch neue Maßnahmen, neue Schwerpunkte und durch Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation", sagte Niessl. Beispielsweise werde man Forschungen fördern, die die Nutzung von Schilf betreffen.
 
Auch den Ast- und Baumschnitt der burgenländischen Gemeinden wolle man verwerten, erklärte Johann Binder, Geschäftsführer der Energieagentur Burgenland. Eine durchschnittliche Gemeinde hätte jährlich 500 Kubikmeter dieses natürlichen Abfalls. "Das ist reine Biomasse", so Binder.
 
Von 2008 bis 2012 wurden laut dem Landeshauptmann 99.430 Alternativenergieanlagen gefördert. Das Investitionsvolumen betrug 94 Mio. Euro, die Förderungen 17 Mio. Euro.