Erstellt am 10. Juli 2012, 14:09

Nur vier von 13 Banken haben Kontospesen erhöht. Die Kontokosten der Österreicher dürften seit dem Dezember 2011 kaum gestiegen sein, zumindest haben die Banken die Spesen entweder gar nicht oder im Rahmen der Inflationsrate angehoben.

Dies zeigt das aktuelle Bankenmonitoring der Arbeiterkammer (AK), das am Dienstag veröffentlicht wurde. Die AK hat dafür 13 Banken und 53 Dienstleistungen verglichen. Vier Banken haben an der Preisschraube gedreht: Die Erste Bank erhöhte die Spesensätze zwischen 2,63 und 6,25 Prozent, bankdirekt.at setzte acht Gebühren hinauf (1,52 bis 7,14 Prozent) und die Hypo NÖ verteuerte sechs Spesenpreise zwischen 6,74 und 50 Prozent, senkte aber die Spesen im Wertpapiergeschäft teilweise ab. Die BAWAG PSK hob die Schätzkosten für Immobilien bei Hypothekarkrediten von 150 auf 220 Euro an.

Die heimischen Konsumenten müssen laut AK für ein Gehaltskonto mit 240 jährlichen Buchungen im Schnitt mit 74,29 Euro pro Jahr rechnen. Hierfür wurden 38 Gehaltskonten von 18 Banken verglichen. Die Zinsen für Guthaben seien im Keller. Allerdings: Wer ins Minus rutscht, zahlt trotzdem teuer drauf - im Durchschnitt 10,725 Prozent. Das sei angesichts der äußerst niedrigen Geld- und Kapitalmarktzinsen sehr teuer, urteilte die AK. Die Guthabenzinsen am Girokonto machen nur noch zwischen null und ein Prozent aus.

"Die teureren Gehaltskonto-Pakete enthalten im Schnitt mehr Leistungen als die kostengünstigeren", erklärte die Leiterin der AK-Konsumentenpolitik, Gabriele Zgubic. "Oft sind im Paketpreis ein oder zwei Kreditkarten, Unfallversicherungen oder Rabattprogramme für das Einkaufen inkludiert." Ein Vergleich der Preise und Leistungen rentiere sich, empfiehlt sie. Mit etwas Verhandlungsgeschick seien auch die Zinsen verhandelbar.