Erstellt am 29. Juni 2011, 11:02

Oberstufen-Reform soll kostenneutral möglich sein. Trotz des höheren Personaleinsatzes soll die von der Regierung geplante Reform der Oberstufe von AHS und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) kostenneutral möglich sein.

Trotz des höheren Personaleinsatzes soll die von der Regierung geplante Reform der Oberstufe von AHS und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) kostenneutral möglich sein. So steht es zumindest in den Erläuterungen zum Gesetzesentwurf, mit dem der Schulversuch der Modularen Oberstufe bis 2016 flächendeckend ausgeweitet werden soll.

Durch die in dem Modell vorgesehenen Lernbegleiter und Förderkurse für schwache Schüler aber auch Angebote für überdurchschnittlich Begabte werde es zwar zu Mehrausgaben kommen. Dank der erhofften wesentlichen Verringerung von Klassenwiederholungen soll die Reform dennoch kostenneutral möglich sein, heißt es in dem Entwurf, der nun in Begutachtung gegangen ist. Die Frist läuft bis 23. August.

Die zusätzlichen Personalkosten werden in dem Papier nicht beziffert, diese sollen "detailliert in den Novellen der betroffenen dienst- und besoldungsrechtlichen Materien" dargestellt werden. Die Lehrer-Vertreter der AHS und BMHS haben auf die Ankündigung von Unterrichtsministerin Schmied, die Leistungen der Lernbegleiter ähnlich wie Supplierstunden zu entlohnen, allerdings skeptisch reagiert. Für mehr Aufwand müsse es mehr Geld geben, so der Standpunkt der Gewerkschafter.

Gleichzeitig mit dem Entwurf für die Modulare Oberstufe wurde auch der Entwurf für die Ausweitung der Integration von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf auf die neunte Schulstufe in Begutachtung geschickt. Diese sollen künftig die Polytechnische Schulen bzw. die österreichweit elf einjährigen Haushaltungsschulen (Fachschulen für wirtschaftliche Berufe) besuchen können, auch wenn sie die achte Schulstufe nicht positiv abgeschlossen haben. Bei Bedarf können sie auch nach dem Sonderschullehrplan unterrichtet werden. Derzeit läuft ein entsprechender Schulversuch an 120 der 265 Polys, drei Prozent der rund 20.600 Schüler haben Sonderpädagogischen Förderbedarf.