Erstellt am 26. Mai 2016, 05:04

Obst- und Gemüsestände auf dem Prüfstand. Preis-und Herkunftsauszeichnung an Obst- und Gemüseständen auf dem Prüfstand.

Mag. Claudia Schimmer von der Lebensmittelaufsicht des Landes Burgenland, Renate Koch aus Wiesen, Konsumentenschutzlandesrätin Verena Dunst und AR Wolfgang Fuchs von der Preisbehörde des Landes freuen sich über frische Erdbeeren aus heimischer Produktion  |  NOEN, Bgld. Landesmedienservice

Zum Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten, aber auch zum Schutz einheimischer Produzenten führen auf Initiative von Landesrätin Verena Dunst die MitarbeiterInnen der Preisbehörde und der Lebensmittelaufsicht des Landes bei den 40 bis 50 Obst- und Gemüseständen der Selbstvermarkter im Burgenland laufend unangemeldete Kontrollen durch.

Im Mittelpunkt stehen eine übersichtliche und korrekte Herkunftsbezeichnung, entsprechende Mengen- und Gewichtsangaben – Stichwort geeichte Waage – sowie die Nachvollziehbarkeit der Preise der angepriesenen Produkte.

„Wir wollen heuer 90 bis 95% dieser Obst- und Gemüsestände einer dementsprechenden Kontrolle unterziehen. Hier geht es mir vordergründig um die ‚Marke Burgenland‘ und um den heimischen Markt, denn wenn die Herkunft nicht ausgeschildert ist, kann Druck von Seiten der KonsumentInnen nicht schaden. Sie sollen fragen, woher das Obst oder das Gemüse kommt und sollen damit deutlich machen, dass ihnen die burgenländische Herkunft der Produkte wichtig ist. Überdies müssen die Preise klar ersichtlich sein, denn der Konsument darf nicht in die Irre geführt werden“, stellte Konsumentenschutzlandesrätin Verena Dunst gegenüber Medienvertretern bei einer durchgeführten Kontrolle eines Obst- und Gemüsestandes klar.

Vergleich der Proben

Anstoß für diese Initiative ist die Vermutung, dass ausländische Erdbeeren heuer – bedingt durch die diesjährigen heimischen Frostschäden und die daraus resultierenden Ernteausfälle – vermehrt im Burgenland angeboten und nicht als solche gekennzeichnet sind.

Konkret kontrollieren die MitarbeiterInnen der Preisbehörde und der Lebensmittelaufsicht des Landes am Verkaufsstand die Herkunftsangaben der Produkte. Bei Zweifel an der Richtigkeit der Angaben, wird eine Verdachtsprobe gezogen. Gemeinsam mit einer Referenzprobe, die dem Feld des jeweiligen Erzeugers entnommen wurde, von dem die zuvor an den Ständen beprobten Erdbeeren angeblich stammen, werden die Proben im Labor verglichen.

Ergibt die Untersuchung, dass die entnommen Proben nicht übereinstimmen, erfolgt eine Anzeige bei der Bezirksverwaltungsbehörde.