Erstellt am 20. Februar 2014, 12:15

ÖAMTC: Eiskratzen kann teuer kommen. In der kalten Jahreszeit ist oft Vorsicht angebracht, beim Eiskratzen könnten Pickerl und Co unabsichtlich entfernt werden. Oft überlebt die §57a-Prüfplakette das Eiskratzen nicht.

Ein beschädigtes Pickerl sollte rasch ausgetauscht werden, sonst drohen Strafen  |  NOEN, ÖAMTC
Der Eiskratzer war in den letzten Monaten oft im Einsatz. Beim Kratzen ist jedoch Vorsicht angebracht. Denn oft wird das Auto dabei nicht nur von Eis befreit, sondern auch das Pickerl auf der Frontscheibe beschädigt. In so einem Fall sollte man rasch handeln, denn bei Unlesbarkeit der Prüfplakette kann es teuer werden.

„In der Praxis liegt die übliche Strafhöhe bei etwa 100 Euro"

„Wird die an der rechten oberen Ecke der Windschutzscheibe angebrachte § 57a-Überprüfungsplaktte beschädigt, wird sie automatisch ungültig. In der Praxis liegt die übliche Strafhöhe bei etwa 100 Euro. Theoretisch reicht der Strafrahmen sogar bis 5.000 Euro“, warnt Rudolf Leeb, ÖAMTC-Regionalleiter der burgenländischen Stützpunkte und rät daher eine beschädigte Prüfplakette rasch auszutauschen.

Eine Ersatzplakette kann an jedem ÖAMTC-Stützpunkt für 1,45 Euro ausgestellt werden. Vorzuweisen sind dabei der Zulassungsschein und das aktuelle Prüfgutachten. „Dieses gilt als amtliches Dokument und wird für die Ausstellung des neuen Pickerls im Original benötigt“, so Leeb.

Ab Oktober wird Pickerl-Ausgabe elektronisch erfasst

Ab 1. Oktober 2014 wird die Ausgabe aller Begutachtungsplaketten in Österreich elektronisch erfasst. Man erhofft sich dadurch unter anderem einen verbesserten Schutz gegen Missbrauch. Benötigt man dann ein Ersatzpickerl, wird der Vorgang erleichtert, weil das Prüfgutachten elektronisch hinterlegt ist. Somit hat die jeweilige Begutachtungsstelle Zugriff auf die benötigten Daten. Der ÖAMTC-Regionalleiter klärt auf: „Für den Konsumenten ändert sich nichts. Das Prüfpickerl muss weiterhin außen am Pkw angebracht werden.“

x  |  NOEN, ÖAMTC


Gleichzeitig übt der ÖAMTC an dieser Vorschrift, die §57a-Plakette an der Außenseite der Windschutzscheibe anzubringen, Kritik. „Dort ist sie anfällig für Beschädigungen. Das Pickerl muss so gestaltet werden, dass es innen angebracht werden kann – wie die Vignette. So könnten lästige und vor allem unnötige Beschädigungen vermieden werden“, so Rudolf Leeb.

ÖAMTC-Service erinnert an den nächsten Pickerl-Termin

Für Pkw und Kombi sowie Anhänger bis 3,5t ist die erste Pickerl-Überprüfung erstmals drei Jahre nach der Erstzulassung fällig. Die nächste Überprüfung steht nach weiteren zwei Jahren an. Ab dem fünften Jahr muss das Auto im Jahresrhythmus zur Pickerl-Überprüfung. Der ÖAMTC empfiehlt jedoch einen freiwilligen jährlichen Check – auch in „prüfungslosen“ Jahren.