Erstellt am 03. September 2015, 16:15

ÖAMTC will mehr verpflichtende Verkehrserziehung für Kinder. 4.018 Kinder unter 15 Jahren waren 2014 auf Österreichs Straßen in einen Unfall verwickelt, dabei wurden 2.802 Kinder verletzt, die anderen kamen mit dem Schrecken davon.

 |  NOEN, APA (epa)

Mehr als die Hälfte verunfallten als Pkw-Insassen. Das berichtete ÖAMTC-Präsident Werner Kraus bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Wien. Als Gegenmaßnahme wurde ein Ausbau der Verkehrserziehung gefordert.

Viele Kinder verunglückten als Fußgänger (676) oder mit dem Fahrrad, E-Bike oder E-Scooter (637). Auf dem Schulweg hatten 519 Kinder einen Unfall. Acht Kinder im Alter bis 14 Jahre kamen im Straßenverkehr 2014 ums Leben. Für den ÖAMTC sind diese Zahlen zu hoch. Da es derzeit kein eigenes Unterrichtsfach in Österreich zum Thema Verkehrserziehung gibt, forderte der Club zusätzlich pro Jahr mindestens zwei verpflichtende Thementage in den Schulen.

Derzeit sind die Volksschulen verpflichtet, zehn Unterrichtsstunden pro Schulstufe für Verkehrs- und Mobilitätserziehung aufzuwenden. Zusätzlich werden zahlreiche Programme in den Schulen angeboten, berichtete Ministerialrätin Sabine Bauer vom Bundesministerium für Bildung und Frauen beim ÖAMTC-Expertenforum. Dazu zählt beispielsweise der Besuch der Polizei am Schulanfang - in den ersten drei Schulstufen aller österreichischen Schulen. Bei Verkehrssicherheitstagen in den Schulen werden ebenfalls Blaulichtorganisationen eingeladen um mit den Schülern über Verkehrssicherheitssthemen zu diskutieren.

Zusätzlich gibt es einige Programme für Verkehrserziehung in den Schulen. Der ÖAMTC selbst bietet vier verschiedene Verkehrssicherheitsprogramme für die verschiedenen Altersgruppen an. Laut Kraus werden jedes Jahr mehr als 90.000 Kinder durch diese Programme erreicht. Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) bietet ebenso Radworkshops, Co-Pilotentrainings und Verkehrserziehung durch die ARBÖ (Auto- Motor- und Radfahrerbund Österreichs).