Erstellt am 31. Mai 2012, 14:45

ÖBB beantragten Schließung von zwei Bahnstrecken. Die ÖBB haben laut der Umweltsprecherin der Grünen, Christiane Brunner, die Stilllegung von zwei Bahnstrecken im Burgenland beim Verkehrsministerium beantragt. Güterstrecken von Friedberg nach Oberwart bzw. Deutschkreutz nach Oberloisdorf betroffen.

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Betroffen sind die Güterstrecken von Friedberg nach Oberwart beziehungsweise von Deutschkreutz nach Oberloisdorf. Personenverkehr gibt es dort bereits keinen mehr. "Auch populäre Strecken in Niederösterreich, wie die Bahn nach Puchberg am Schneeberg, stehen auf der weiteren Abschussliste", so Brunner in einer Aussendung am Donnerstag.

Würde die Strecke Deutschkreutz-Oberloisdorf geschlossen, wäre das dazwischen befindliche mittelburgenländische Gewerbegebiet negativ betroffen, so die Politikerin. Und zwischen Friedberg und Oberwart wäre ein "Erfolgsunternehmen betroffen, das große Stahlteile produziert, die dann auf der Straße zu liefern sind". Verkehrsministerin Doris Bures (S) solle den "Bahn-Kahlschlag in der Ostregion stoppen, wenn sie die verkehrs- und klimapolitische Ziele der Bundesregierung ernst nimmt", so Brunner, die auch einen "Aufschrei von Umweltminister Nikolaus Berlakovic, der aus der Region stammt", vermisste.

Beide Strecken nicht wirtschaftlich"
"Auf beiden Strecken ist die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben", erklärte der ÖBB-Sprecher für das Burgenland der APA. "Sollte es zur Einstellung kommen, dann mit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember." Zudem würden derzeit auch noch "Gespräche zur weiteren Verwendung der Infrastruktur geführt", was der Sprecher aber nicht genauer kommentieren wollte. Dem Vernehmen nach könnte es mögliche neue Betreiber die Strecken oder eine davon geben - zwischen Deutschkreutz und Oberloisdorf beispielsweise, verkehrt derzeit allerdings lediglich ein Güterzug am Tag.