Erstellt am 21. Januar 2013, 11:23

ÖBB bleiben im Paketgeschäft. Die ÖBB werden ihr Paketgeschäft doch nicht auslagern. Möglich geworden sei dies durch ein Nachgeben der Belegschaft beim Kollektivvertrag und gute Gespräche mit den Großkunden, berichten die "Salzburger Nachrichten" (Montag-Ausgabe).

Ursprünglich hätte die defizitäre "Bahnexpress" in ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Logistikgruppe Jöbstl (JCL) eingebracht werden sollen. Vom Tisch sei aber eine Partnerschaft nicht, so Bahnchef Christian Kern zur Zeitung. Und auch JCL gibt sich weiterhin gesprächsbereit.

Die Bahn beschäftigt in der "Bahnexpress" 924 Personen, davon sind zwei Drittel unkündbar. Bei einem Jahresumsatz von rund 180 Mio. Euro wurde in sieben Jahren ein Betriebsverlust von 300 Mio. Euro eingefahren, berichten die "Salzburger Nachrichten". Nun will der Konzern bis zu 50 Mio. Euro in die Kontraktlogistik investieren.

Die Belegschaft hat jedenfalls schon einen Teil zur Sanierung geleistet. Für sie soll künftig der Logistik-Kollektivvertrag gelten, der flexibler ist als der Eisenbahner-KV.