Erstellt am 22. Juli 2013, 15:02

ÖBB-Chef Kern hofft 2013 auf besseres Ergebnis. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) streben für das heurige Geschäftsjahr weiterhin ein besseres Ergebnis als im Vorjahr an, bekräftigte ÖBB-Chef Kern am Montag.

Der Boom im Personenverkehr halte an, hier vollziehe sich ein gesellschaftlicher Wandel im Verkehrsverhalten, freute sich der Bahn-Chef. Der Güterverkehr sei im schwierigen Umfeld von schwacher Konjunktur ganz gut unterwegs. 

2012 verbuchte die Bundesbahn ein Konzernergebnis von 66 Mio. Euro. Im laufenden Geschäftsjahr 2013 soll die Bahn noch besser abschließen - trotz Sonderfaktoren, wie Kern betonte. So wirke sich der lange kalte Winter, eine schwächelnde Grundstoffindustrie und das Hochwasser negativ aus. Trotzdem wolle er das Ergebnis für heuer weiter anheben.

Die Auswirkungen der Alpine-Pleite auf die Bauprojekte der ÖBB seien auf fast allen Baustellen aufgefangen worden, da die Alpine in Arbeitsgemeinschaften mit anderen Baugesellschaften eingebunden war. Auf der Wiener Großbaustelle Hauptbahnhof sei die Arbeit "nicht eine Stunde stillgestanden".

Mit Gesundheitsförderung und betrieblicher Wiedereingliederung wollen die ÖBB Ältere länger im Unternehmen halten. "Wir schieben die Älteren nicht mehr aufs Abstellgleis", erläuterte Kern. Pensionierungen gesunder Mitarbeiter mit 51 bis 53 Jahren, wie dies vor einigen Jahren noch geschah, gebe es nun nicht mehr.

Durch das 2012 beschlossene Aus für die sogenannten "organisatorischen Ruhestandsversetzungen" steigen Pensionsantrittsalter und Durchschnittsalter im Konzern stetig an, da die Mitarbeiter länger im Unternehmen bleiben. Derzeit gehen die - gesunden - ÖBB-Beschäftigen im Schnitt mit 59,4 Jahren in Pension, in drei Jahren soll das Pensionsantrittsalter auf 61,5 Jahre steigen.

Gemeinsam mit der Versicherungsanstalt für Eisenbahn und Bergbau (VAEB) wurde in einem Pilotprojekt bereits damit begonnen, psychisch und physisch kranke Mitarbeiter anzusprechen und bei der Wiedereingliederung zu unterstützen. Zwei Drittel hätten das Angebot angenommen, die Maßnahmen wie Evaluierung des Arbeitsplatzes, eventuelle Umschulung oder Stressseminare seien erfolgreich umgesetzt worden.