Erstellt am 30. Dezember 2012, 13:05

ÖBB-Chef Kern mit ehrgeizigen Zielen für 2013. Seine Ziele für das Neue Jahr hat sich der ÖBB-Vorstandsvorsitzende Christian Kern schon gesteckt. "Wir wollen 2013 noch besser abschneiden als 2012."

Das Wachstum soll hauptsächlich vom Personenverkehr kommen: Die Ausweitung des Angebots, die Inbetriebnahme der Neubaustrecke im Westen (kürzere Fahrzeiten), hohe Benzinpreise und ein Kulturwandel sollen dafür sorgen.

Die Bahn hänge heute auf vielen Strecken das Auto ab: Von Wien nach Salzburg, Innsbruck oder München, sei eine Reise mit der Bahn billiger, der Reiseverlauf angenehmer. Durch die mit dem Winterfahrplan eröffnete Hochgeschwindigkeits-Strecke zwischen Wien und St. Pölten wurde die Weststrecke noch schneller, Wien-Salzburg ist mit dem ÖBB-Railjet in 2 Stunden 22 Minuten zu erreichen. "In Wahrheit sind wir auf Augenhöhe mit dem Flugzeug", meint Kern. Zwischen Salzburg und Graz wurde das Angebot aufgestockt, Fernverkehrszüge verkehren im Zwei-Stunden-Takt.

Doch auch auf der im Vergleich deutlich langsameren Südstrecke wollen die ÖBB weiter wachsen: Der Einsatz der Railjets zwischen Wien und Graz sowie zwischen Wien und Villach habe fünf bis sechs Prozent mehr Fahrgäste in die Züge gebracht. Die Region Graz habe mit dem Ausbau der Koralmstrecke den stärksten Zuwachs im Nahverkehr in ganz Österreich zu verzeichnen.

Einen Hoffnungsschimmer gibt es für Liebhaber der Lagunenstadt: Mit Italien gebe es "gute Gespräche"über die Direktverbindung nach Venedig, so Kern: "Wir hoffen 2013 auf ein neues Angebot."

Wirtschaftlich gesehen war das vierte Quartal für die ÖBB ein schwieriges, weil im Güterverkehr konjunkturbedingt ein Einbruch zu verzeichnen war. Trotz des schwierigen Umfelds habe die Bundesbahn schwarze Zahlen geschrieben, betont Kern. Für das Gesamtjahr 2012 werden die ÖBB "mindestens" 60 Millionen Euro operativen Gewinn im Konzern einfahren. Damit sei das Wirtschaftlichkeitsziel bereits ein Jahr früher erreicht worden. "2013 wird die Latte höher gelegt".