Erstellt am 26. Februar 2013, 12:18

ÖBB-Kern: Ergebnis 2012 "mehr als 60 Mio. Euro". Mit einem Plädoyer für die Österreichischen Bundesbahnen eröffnete deren Chef Christian Kern Montagabend den "Salon Z" - eine neue und monatlich geplante abendliche Zusammenkunft in Wien.

Die Bahn müsse betriebswirtschaftlich agieren, sei aber viel mehr als das - Mobilitätsdienstleister, Investor in die Zukunft und wichtiger Teil der österreichischen Wirtschaft. Für das Jahr 2012 werde das Ergebnis der ÖBB "etwas mehr als 60 Mio. Euro nach Steuern" betragen, kündigte er an. Das Ziel bleibe weiterhin, dass die Bahn ihre Kapitalkosten verdienen müsse. Aber die ÖBB seien nicht nur ein betriebswirtschaftliches Unternehmen, besonders wichtig seien auch Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. Als "Schwäche" bezeichnete der Bahn-Chef das Beschwerdemanagement der Staatsbahn.

Angesprochen auf die ÖBB-Tochter in Ungarn, die ungarische Güterbahn, sagte Kern, heuer werde ein positives operatives Ergebnis für die ungarische Bahntochter erwartet. Die Zahl der Mitarbeiter in Ungarn sei von 3.400 auf 2.200 gesunken. Gespräche gebe es mit den Ungarn über eine "strategische Partnerschaft" mit den ÖBB sowie über eine Zugsverbindung von China über Kasachstan und die Ukraine über Ungarn bis Kapfenberg.

"Salon Z" nennt sich die Initiative der PR-Experten Gabi Spiegelberg und Markus Schindler. In den Räumen der Bel-Etage des Cafe Landtmann am Wiener Ring sollen sich monatlich rund um einen Impulsvortrag Gespräche und Diskussionen entwickeln.

In den für den "Salon Z" genutzten Zimmern befand sich einmal das Atelier von Berta Zuckerkandl, die in ihren "Salon" Intellektuelle und Künstler einlud. Berta Zuckerkandl war die Tochter des Zeitungsverlegers Moritz Szeps, der das "Neue Wiener Tagblatt" besaß. Sie floh vor den Nazis nach Paris und 1940 weiter nach Algier. 1945 starb sie in Paris.