Erstellt am 11. Juli 2011, 11:06

OECD erwartet 2,9 Prozent Wachstum für Österreich. Die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) rechnet für Österreich mit einem Wachstum von 2,9 Prozent heuer und 2,1 Prozent im Jahr 2012. Die Arbeitslosigkeit werde in diesem Jahr auf 4,2 Prozent und im nächsten Jahr auf 4,0 Prozent sinken.

Die Inflation werde im Jahr 2011 laut Prognose 3,1 Prozent betragen und im nächsten Jahr auf 1,8 Prozent zurückgehen.

Der am Montag von OECD-Generalsekretär Gurria in Wien präsentierte Länderbericht stellt Österreich ein hervorragendes Zeugnis aus. Demzufolge beeindrucke Österreich kurz nach der weltweiten Finanzkrise mit "sehr guten wirtschaftlichen Leistungen bei gleichzeitig starkem sozialen Zusammenhalt." Bereits im ersten Quartal 2011 erreichte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) höheres Niveau als zu Vorkrisenzeiten.

Pro Kopf gerechnet liegt Österreich damit am vierten Platz in der Euro-Zone. Anders als in den meisten OECD-Mitgliedsländern entwickle sich hierzulande auch der Arbeitsmarkt äußerst positiv: Mit 4,4 Prozent (2010) sei die Arbeitslosigkeit so niedrig wie in kaum einem anderen Land der Euro-Zone - ausgenommen die Niederlande und Luxemburg.

Das kräftige Wachstum der Vorkrisenjahre und die schnelle Erholung nach der Krise führt die OECD großteils auf positive Impulse durch die europäische Erweiterung und Integration zurück. Dies habe den österreichischen Export- und Finanzmarkt beflügelt. Diese Effekte würden mit der Zeit jedoch schwächer werden, daher sollten Strukturen geschaffen werden um das heimische Wachstum verstärkt anzukurbeln, regt die Organisation Reformen in den Bereichen Bildung, Finanzen, Steuern, Pensionen und Gesundheit an.

Demnach sollten die noch immer existierenden Anreize für Frühpensionierungen abgeschafft werden, da es sich Österreich nicht mehr lange leisten könne. Die österreichische Budgetpolitik sei zwar im internationalen Vergleich gut, aber nicht genug um für den künftigen Anstieg der Ausgaben im Zusammenhang mit der Alterung der Bevölkerung vorzusorgen.