Erstellt am 08. Oktober 2011, 14:50

ÖGB Foglar forderte ausgleichende Extrazahlungen. ÖGB-Präsident Erich Foglar hat sich in der Debatte um Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen für ausgleichende Extrazahlungen per Betriebsvereinbarung ausgesprochen.

 "Man muss sich das von Branche zu Branche anschauen," schlug er in einem Interview mit Ö1 vor. Zudem drängte der ÖGB-Chef abermals auf eine Senkung der Lohnsteuer sowie die Einführung einer Vermögenssteuer.

Foglar bezeichnete die Einkommensschere in Österreich als "Schandfleck". Entscheidend sei, dass man den Unterschied aufholen müsse. In der Steuerdebatte kritisierte er, dass ausverhandelte Lohnerhöhungen nur zum Teil bei den Menschen ankommen würden, ein großer Teil beim Finanzamt.

Zugleich plädierte der ÖGB-Präsident für eine stärkere Besteuerung großer Vermögen. "Wenn man immer davon spricht, dass sich Leistung lohnen soll, dann muss man darauf hinweisen, dass Erben und Schenken völlig leistungslos ist. Das ist das leistungsloseste Einkommen, das ich beziehen kann."

Eine Abfertigungssteuer, wie von Finanzministerin Fekter vorgeschlagen, ist für Foglar "nicht diskussionswürdig". Den Begriff "Golden Handshake" gebe es im Steuerrecht nicht. In Wahrheit gehe es um eine höhere Besteuerung der "Abfertigung alt", die der Arbeitgeber bei Beendigung des Dienstverhältnisses auszahlt und nicht mit Pensionierungen zu tun habe.