Erstellt am 11. Dezember 2012, 13:34

Ökostrom-Subventionen steigen auf 373 Mio. Euro. Der Anteil von gefördertem "Ökostrom" am Stromverbrauch in Österreich ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf 10,6 Prozent gestiegen und hat damit fast das Niveau von 2010 erreicht, nachdem er im vergangenen Jahr witterungsbedingt auf 9,3 Prozent zurückgegangen war.

Die Subventionssumme soll laut Prognosen der E-Control heuer auf 373 Millionen Euro (nach 308 Millionen Euro) steigen. "Umfragen zeigen, dass die Österreicher bereit sind, mehr für nachhaltig erzeugten Strom zu bezahlen", stelle Wirtschaftsminister Mitterlehner am Dienstag fest. Allerdings müsse man Energie leistbar halten und habe daher die jährliche Fördersumme gedeckelt und "degressive Elemente in der Tarifförderung etabliert". Während ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland rund 144 Euro an Ökostromkosten bezahle, seien es in Österreich nur rund 36 Euro.

Dass die Ökostrom-Produktion heuer gestiegen ist, liegt einerseits am Wetter, vor allem aber am Bau vieler neuer Wind- und Photovoltaik-Anlagen (PV). Alleine im ersten Halbjahr 2012 wurden nach Angaben der E-Control 29 Windkraftanlagen und 1.587 PV-Anlagen zusätzlich in Betrieb genommen.

Die Stromerzeugung aus Sonnenenergie wurde 2011 mit 19,3 Millionen Euro gefördert und hat um 50 Prozent auf 39 Gigawattstunden zugenommen. "Insgesamt leistet der geförderte Solarstrom mit einem Anteil von 0,07 Prozent aber erst einen kleinen Beitrag zur Stromerzeugung in Österreich", sagte E-Control-Vorstand Martin Graf.

Die installierte Windkraft-Leistung ist im Vorjahr um knapp ein Zehntel gestiegen, in Summe sind es 2.033 Megawatt. Wetterbedingt ist die Produktion aber leicht gesunken. Wind-Strom trug im vergangenen Jahr 3,2 Prozent zur Abgabe an Endverbraucher aus dem öffentlichen Netz bei - das waren 1.883 GWh Strom bei einem Vergütungsvolumen von 147 Millionen Euro.