Erstellt am 18. Januar 2013, 12:50

Österreich bei Gründerranking verbessert. Die Bereitschaft der Österreicher, sich selbstständig zu machen, ist wieder gestiegen.

 |  NOEN, Essilor/Augenoptikermeister

Hat Österreich im Jahr 2007 mit 2,4 Prozent Jungunternehmern noch den letzten Platz eines internationalen Rankings eingenommen, kam die Alpenrepublik im Vorjahr mit einem Anteil von 9,6 Prozent auf Platz fünf hinter den USA, Singapur, den Niederlanden und der Slowakei.

9,6 Prozent der erwachsenen Bevölkerung (18- bis 64-Jährige) gaben in der Vergleichsstudie zur unternehmerischen Aktivität an, innerhalb der vergangenen 3,5 Jahre ein Unternehmen gegründet zu haben oder sich in der Vorgründerphase zu befinden. Wirtschaftskammer-Präsident Leitl sieht das als Zeichen, "dass Österreich ein dynamisches Unternehmerland ist". Für Wirtschaftsminister Mitterlehner bestätigt das Ranking die Strategie, die Finanzierung junger Unternehmen weiter zu erleichtern und die Versorgung mit Risikokapital zu verbessern.

Erst am Mittwoch präsentierte Leitl die Gründerzahlen für 2012. Demnach gab es im Vorjahr 27.194 Unternehmensneugründungen, um 361 weniger als 2011 und sogar weniger als im Krisenjahr 2009. Der Wert aus 2012 war der schlechteste der vergangenen zehn Jahre. Ohne Sicherheiten an Bankkredite zu kommen, erweist sich für Gründer als größter Hemmschuh.

Auch die Studienautoren sehen bei der Finanzierung durch Risikokapital Verbesserungsbedarf. Weitere Schwachstellen sind das Steuersystem, veraltete Technologien sowie ein hoher Bürokratiebedarf. Positiv hervorgehoben werden Stärken bei der Infrastruktur, beim Schutz von geistigem Eigentum, bei Förderprogrammen sowie bei der unternehmerischen Aus- und Weiterbildung. Die Auswertungen des "Global Entrepreneurship Monitor" basieren auf über 4.000 Telefoninterviews sowie 37 Experteninterviews.