Erstellt am 04. September 2013, 00:01

Österreich bei Wettbewerbsfähigkeit auf Rang 16. Das Weltwirtschaftsforum sieht Österreichs Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich auf dem 16. Rang, das ist die gleiche Platzierung wie im Vorjahr.

2012 hatte sich Österreich um drei Plätze verbessert. Als die Wirtschaftstätigkeit hindernde Faktoren werden im aktuellen WEF-Bericht restriktive Arbeitsgesetze angeführt, auch die Steuergesetzgebung und die Steuersätze werden kritisiert. Positiv hingegen wirkt sich die politische Stabilität aus. So wurde die Gefahr eines Staatsstreichs von keinem der Befragten genannt. Besser als am 16. Rang schnitt Österreich bei den Faktoren "Spezialisierung in der Wirtschaft" (8. Rang) und "Innovation" (15. Rang) ab. Auch in der höheren Bildung (13. Platz) ist das Ergebnis beachtlich. Schlechter bewertet wurden die Bereiche "Effizienz des Arbeitsmarkts" (42. Rang) und "Entwicklung des Finanzmarkts" (37. Platz). Der Bereich "Infrastruktur" landete - so wie die Gesamtbewertung - am 16. Platz.

Bei den "Institutionen" wirkt sich die Bewertung für die "Wirtschaftskosten für Terrorismus" positiv aus. Auch bei der Belastung durch "organisierte Kriminalität" schneidet Österreich im Vergleich günstig ab. Ganz schlecht wird hingegen allgemein die "Last durch staatliche Regulierung" eingestuft, da liegt Österreich gar nur mehr am 88. Platz von 148 gewerteten Ländern. Die sichere Elektrizitätsversorgung hierzulande bringt Österreich in dem Bereich immerhin auf den viertbesten Rang.

Daten in zwölf Kategorien werden erhoben

Die Rangliste der Wettbewerbsfähigkeit des Global Competitiveness Report basiert auf dem GCI, den das Weltwirtschaftsforum 2004 eingeführt hat. Der Begriff "Wettbewerbsfähigkeit" wird dabei als Gesamtheit der Institutionen, politischen Maßnahmen und Faktoren, die das Produktivitätsniveau eines Landes bestimmen, definiert. Die GCI-Punktzahl ergibt sich durch die Erhebung landesweiter Daten in zwölf Kategorien, die miteinander verknüpft ein umfassendes Bild der Wettbewerbsfähigkeit eines Landes vermitteln sollen.

Diese 12 Säulen sind: Institutionen, Infrastruktur, makroökonomisches Umfeld, Gesundheit und Grundschulbildung, Hochschulbildung und Ausbildung, Effizienz der Gütermärkte, Arbeitsmarkteffizienz, Entwicklungsgrad der Finanzmärkte, technologischer Entwicklungsgrad, Marktgröße, Entwicklungsgrad der Unternehmen und Innovation. Kritiker werfen dem Forum vor, dass die Daten großteils auf Managerumfragen beruhen und die Gewichtungen schwer nachvollziehbar seien.