Erstellt am 01. Oktober 2013, 12:44

Österreich mit höchster Milchquote-Überlieferung. Österreich hatte 2012/2013 die prozentuell höchste Überlieferung der Milchquote unter allen EU-Staaten.

Nach dem jüngsten Bericht der EU-Kommission vom Dienstag lag die Überschreitung der zugewiesenen Milchproduktion in Österreich bei 3,6 Prozent. Weitere vier Länder registrierten eine Überlieferung, die anderen EU-Staaten lagen darunter. Neben Österreich haben auch Zypern (+0,8 Prozent), Dänemark (+0,4), Polen (+0,2) und Deutschland (+0,1) die Quote überliefert. Trotz der Quotenüberschreitung in diesen fünf Ländern blieb die gesamte EU-Liefermenge jedoch deutlich (-6,0 Prozent) unter der Gesamtquotenmenge (im Vergleich zu - 4,7 Prozent für 2011/12).

Laut den nationalen Meldungen für das am 31. März 2013 zu Ende gegangene Wirtschaftsjahr haben Österreich, Deutschland, Dänemark, Polen und Zypern trotz der einprozentigen Quotenanhebung im Wirtschaftsjahr 2012/13, die im GAP-Gesundheitscheck von 2008 beschlossen worden war, ihre einzelstaatlichen Quoten um insgesamt 163.700 Tonnen überschritten.

28,7 Millionen Euro Strafe

Die Strafen für Österreich betragen 28,7 Millionen Euro, für Deutschland 7,23 Mio. Euro, für Dänemark 5,14 Mio. Euro, für Polen 4,11 Mio. Euro und für Zypern 343.000 Euro. Die konkreten Überliefermengen betrugen für Österreich 103.243 Tonnen, für Deutschland 25.962 Tonnen, für Dänemark 18.478 Tonnen, für Polen 14.775 Tonnen und für Zypern 1.232 Tonnen.

Die Zahl der Mitgliedstaaten, die ihre Quoten nicht eingehalten haben, bleibt jedoch begrenzt, und die betreffende Überschusserzeugung macht 0,1 Prozent der insgesamt gelieferten bzw. direkt verkauften Milchmenge aus (0,2 Prozent im vorangegangenen Milchwirtschaftsjahr). 22 Mitgliedstaaten blieben unter ihrer Quote, 13 davon unterschritten ihre Quote für Lieferungen um über 10 Prozent. Das neue Mitgliedsland Kroatien ist in der Aufzählung nicht berücksichtigt.

Die Milchquotenregelung wird am 1. April 2015 abgeschafft. Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, wurde beim GAP-Gesundheitscheck 2008 vereinbart, die Quoten bis zum Quotenjahr 2013/14 schrittweise anzuheben (um jährlich 1 Prozent).